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Waechter ::: F. K. Waechter |
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Waechter
F. K. Waechter
Diogenes
Belletristik
ISBN 3-257-02078-3, Vierfarbendruck, 24.5 x 31 cm, 368 S., Broschur, 39.90 Eur
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Was haben wir gelacht. Mal schlugen wir uns lauthals brüllend auf die Schenkel, dann wieder wurde hinter vorgehaltener Hand gekichert. In längst vergangenen Zeiten wurde sogar das pubertäre Köpfchen von einer leichten Röte überzogen.
Friedrich Karl Wächter hat mit seinen Zeichnungen über 40 Jahre lang die Nation unterhalten und erschreckt. Einige Mitmenschen waren erbost und fanden seine Werke nicht schicklich oder gar schlicht obszön. Andere wiederum wurden schon sehr früh überzeugte F.K.Waechter-Fans.
Angefangen hat das alles 1962 bei der Satire-Zeitschrift "Pardon". Dort lernte der Grafiker Waechter die Herren F.W. Bernstein und Robert Gernhardt kennen. Fortan fabrizierte das Trio eine bis dato vollkommen neue Form von Witz und Komik. Die "Wims – Welt im Spiegel" , eine Beilage, quasi als Zeitung in der Zeitschrift, wurde geboren und der Begriff "Neue Frankfurter Schule" geprägt.
Jahre später dann, "Pardon" gehörte schon zur Geschichte, gab es Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre mit dem Magazin "Titanic" ein erneutes Aufleben des besonderen Humors und somit auch wieder einen Platz für Waechter und Co.
Das ging dann noch eine Zeit lang gut, bis faktisch "Schluss mit lustig" war. Der Witz, oder was viele heute dafür halten – bekam eine andere Form und heißt seitdem schlicht Comedy. F.K. Waechter aber juckte die ganze Entwicklung wenig, er arbeitete fleißig weiter – wenn nicht als Zeichner, dann eben für Film und Bühne.
Im November letzten Jahres wurde er nun 65 Jahre alt und aus diesem Grund verlegte der Schweizer Diogenes Verlag einen riesigen Wälzer, prall gefüllt mit Zeichnungen des Meisters. Auf 368 Seiten können Hinz und Kunz nun nachforschen, was das besondere am Waechterschen Humor ist und es sei an dieser Stelle versprochen: hier hat das Zwerchfell Kirmes.
Auch Personen, die normalerweise zum Lachen in den Keller gehen, werden hier ihr Vergnügen finden. Ganz egal, ob bei "Goethe spielt Flöte, auf Schiller sein Piller", oder dem Schwein, das mit roter Farbe "SCHWEINEMÖRDER" auf das Fenster der Metzgerei pinselt.
Hier wird ein großer Zeichner mit einem großartigen Buch geehrt. Welch ein Spaß!!
Norbert Striemann
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