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Meeresrand ::: Veronique Olmi |
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Veronique Olmi zählt, so ist dem Klapptext zu entnehmen, in Frankreich zu den bekanntesten "jungen" Theaterautoren. Mit "Meeresrand" hat sie ihren ersten Roman geschrieben.
Eine Mutter macht sich mit ihren Söhnen, neun und fünf Jahre alt, auf eine Reise. Ziel ist das Meer, das den Sprösslingen noch völlig unbekannt ist. Überhaupt ist es die erste gemeinsame große Fahrt des Trios und so sind die Erwartungen groß und voller Aufregung.
Was hier nun anfänglich wie ein netter Familienausflug aussieht, bekommt aber schnell eine seltsame Kehrtwende und lässt ursprüngliche Vermutungen wie ein Kartenhaus zusammenbrechen. Irgendetwas stimmt mit dieser Mutter nicht. Ihr Verhalten ist eigenartig und absolut undurchschaubar und: warum bezahlt sie ständig mit Kleingeld aus einer mitgebrachten Teedose?
Klar wird nur, wir haben es mit einer sehr unselbständigen Person zu tun. Obwohl zu solch einer Kraftanstrengung normalerweise gar nicht in der Lage, hat sie es geschafft, die Meeresreise durchzuplanen, mit Anreise und Unterkunft. Aber warum?
Die Strapazen, die sie für die zwei Jungen auf sich nimmt, ihre Zärtlichkeit und Fürsorge – alles schön und gut – aber da liegt Unheil in der Luft, nur ist es nicht direkt zu fassen.
Bis kurz vor Schluss wird der Leser von der Autorin im Dunkeln gelassen. Zwar kann er irgendwann erahnen, welche Richtung die Geschichte möglicherweise nimmt – jedoch die Wahrheit ist dann doch erschütternd.
Ein toller Erstlingsroman.
Norbert Striemann
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