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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: World Of Silence - Window Of Heaven |
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...CD eingelegt, drei Stücke durchgehalten, dann Hörversuch entnervt abgebrochen. Nein, was World Of Silence mit "Window Of Heaven" vorgelegt haben, ist keine einfache Musik für den Sofortverzehr.
Man benötigt schon etwas Zeit, um sich in diesen Symbiose-Versuch aus melodisch-anspruchsvollem Siebziger-Rock und derben HM-Einstreuungen einzuhören. Aber, wer genügend Geduld und Interesse investiert, wird dafür auch belohnt: denn der findet die Majestät alter Eloy-Werke ebenso wieder, wie einen Glanz und eine Raffinesse, die schon an die alten Großmeister von Yes erinnern kann. Reichlich Abwechslung bringen Dissonanzen, wie sie ähnlich in der Klassik für das Wachbleiben der Zuhörerschaft sorgen. Auch darf man sich nicht wundern, wenn in die schönste Balladen-Stimmung des öfteren mal ein schwermetallischer Baß hineinpumpt und das Schlagzeug rasantes Tempo aufnimmt.
Ja, auf schroffe Brüche muß man in der "World Of Silence" immer gefaßt sein. Durchweg überzeugend ist Mathias Sandquists märchenhafter Gesang, der es immer schafft die scheinbaren Gegensätze zusammenzuhalten.
Auf jeden Fall sollte man mal in "Dreamweaver" hineinhören, denn besonders hier können World Of Silence ihre Liebe zu melodiöser Rockmusik nicht verheimlichen. Ich zumindest werde diese Band im Auge behalten - alleine schon um zu sehen, ob diese gewagte Mixtur "Auffallen um jeden Preis" war, oder ob sie den langen Atem haben diese interessante Richtung weiterzuentwickeln.
Guido Wolf
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