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CD-Review T.M. Stevens Boom   CD-Review ::: T.M. Stevens - Boom

Review T.M. Stevens - Boom  
Review

T.M. Stevens
Boom
USG / Semaphore

Heavy Metal Funk
 
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Stevie Salas ist ein äußerst umtriebiger Mann: Nicht nur, daß er unter seinem Namen als Stevie Salas Colourcode gerade ein neues Album herausgebracht hat, nein, gleich an zwei weiteren Projekten ist der talentierte Gitarrist und Sänger beteiligt.
Nicklebag hat er gemeinsam mit Bernard Fowler, dem Sänger, der u. a. schon mit den Stones, Iggy oder auch Philip Glass zusammenarbeitete, aus der Taufe gehoben. Unter der produktionstechnischen Mithilfe von Groove-Urahn Bill Laswell, der hiermit beweist, daß er seine Bodenständigkeit nicht völlig zu Gunsten kosmischer Klangreisen verloren hat, bewegen sich Nicklebag im Spannungsfeld von Rock, R&B und Funk, wie das auch ein Jimi Hendrix schon vor beinahe 30 Jahren getan hat.
Ungeheuer retro also, aber auch dank der exzellenten Fertigkeiten der Gäste - z. B. Bernie Worrell, Dave Abbruzzese, Doug Wimbish, T.M. Stevens und. last but not least, Ronnie Wood - so kompetent in Szene gesetzt, daß man durchaus von einem Groove-Hammer sprechen kann. Die Herren Salas und Fowler haben so ziemlich alles richtig gemacht: Sie haben den Groove, sie haben die Melodien und sie haben kompetente Unterstützung. Das nennt man grundsolides Management und damit professionelles Arbeiten.
Einer der Gäste bei Nicklebag war auch T.M. Stevens, der wiederum sein eigenes Projekt "T.M. Stevens - Out If Control" selbst als 'HeavyMetalFunk' deklariert. Mit dieser Selbsteinschätzung liegt er zumindest für "Boom" richtig: Zwischen Metal und Funk, gewürzt mit einer Prise Blues, bewegt sich Stevens, der bisher vor allem als Sideman bei u. a. den Pretenders, Little Steven, Joe Cocker, Steve Vai, James Brown oder auch Tina Turner in Erscheinung getreten ist. Ohne Frage grenzen die Betätigungsfelder seiner ehemaligen Argeitgeber auch das, was Stevens unter 'HeavyMetalFunk' versteht, ein: Mal mehr ("Body Bag"; "Supernatural"), mal weniger heftig ("The Gift"), immer aber vor allem dem bodenständigen Rock verhaftet, beweist der Axeman sein Können.
Bei der Gästeliste schließt sich dann der Kreis zu Stevie Salas: Neben Bernie Worrell, Will Calhoun, Little Steven, Steve Jordan und Danny Kortchmar ist nämlich u. a. auch Salas mit von der Partie.
Mag "Boom" auch etwas heftiger daher kommen als "12 Hits And A Bump", so dürfte doch jeder, der T.M. Stevens für einen Gitarrengott hält, auch von Salas/Nicklebag begeistert sein. Wer allerdings schon Mothers Finest und später auch Living Colour nicht mochte, der sollte die Ohren davon lassen.
 
Andreas Kötter
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