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CD-Review Sting Mercury Falling   CD-Review ::: Sting - Mercury Falling

Review Sting - Mercury Falling  
Review

Sting
Mercury Falling
Polydor / Polygram / PV

Pop
 
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Über diesen Mann eine Rezension zu schreiben, ist fast anmaßend. Denn gerade heute ist unumstritten, welch großen Einfluß Sting mit Police und auch Solo, auf die Pop- und Rock-Geschichte von fast zwei Dekaden hatte und hat. Schon lange hat er den Erfolgsmantel seiner alten Formation The Police abgelegt und sich als ein Solo-Künstler mit hohem musikalischen Anspruch etabliert. Und gerade als ich diese Zeilen schreibe und sich seine CD im Player dreht, beginnt "I Hung My Head", ein Song, der mir sofort eine Gänsehaut beschert. Etwas für ruhige Stunden. So richtig zum genießen.

Sting begann seine Solo-Karriere im Jahre 1985, als er "The Dream Of The Blue Turtles" herausbrachte. Aua! Schon wieder Gänsehaut. Und diesmal ausgelöst durch die erste Single "Let Your Soul Be Your Pilot" - flimmert auch schon länger über die Schirme der Musiksender. Wo waren wir stehen geblieben. 1985? Genau. Mit seiner ersten Platte schaffte er den Balanceakt zwischen künstlerischem Anspruch und kommerzieller Verwertbarkeit. Ein Markenzeichen, das er sich bis heute bewahrt hat und das ihm Respekt in der Jazz- und Fusion-Szene, aber auch im oben genannten Pop- und Rock-Bereich gebracht hat. Nun ist Mercury Falling sein zehnter Output. Nach wie vor schafft es Sting (bürgerlicher Name Gordon Sumner) Stile in seiner Musik zu verbinden und seine ganz persönlichen Songs daraus zu formen. "I Was Brought To My Senses" beginnt als irische Folk-Ballade, geht dann aber in eine brasilianische Vibraphon-Melodie über, und "I'm So Happy I Can't Stop Crying" ist ein Pedal Steel-Gitarren begleiteter Country Shuffle, von höchster Wild West Romantik. Ein weitere Facette auf diesem Album sind die Tracks "All For Season" und "Twenty Five To Midnight", die Sting's Verehrung für Soul-Größen wie Otis Redding oder James Brown zum Ausdruck bringen. Mit Bossa Nova-Rhythmen und jazzigen Klavierakkorden unterlegt er das vom ihm in französischer Sprache gesungene "La Belle Dame Sans Regrets". Einfach wunderschön und absolut hörenswert.
 
Jürgen Reichert
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