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CD-Review Saxon Unleash The Beast   CD-Review ::: Saxon - Unleash The Beast

Review Saxon - Unleash The Beast  
Review

Saxon
Unleash The Beast
CBH Rec. / Virgin

Metal
 
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Bandpage

Wer Saxon kennt, weiss wovon die Rede ist. Saxon ist für mich die einzige Band, die das grosse Bandsterben (bzw. das grosse Schlechtwerden) überlebt hat. Das prominenteste Beispiel dafür sind wohl Iron Maiden, die sich in Luft aufgelöst zu haben scheinen.
Saxon dagegen trumpft hier mit einem gewaltigen, schnellen, vor Übermut strotzenden Album auf, das überhaupt nicht dem Sound früherer Jahre hinterherläuft, sondern vormarschiert. Das Thema, sowie der Name dieses Albums fusst auf einem uralten Märchen, bekannt als "Eisenhans".
Eisenhans' Vater schickte einen Helden in den Wald, aus dem noch niemals jemand zurückkehrte, um ein Monster (das Biest) zu fangen und sperrt es in einem Gitterkäfig auf dem Schlosshof. Den Schlüssel dazu versteckt der König unter dem Kopfkissen seiner Frau. Eisenhans wird von dem Biest nun mehrere Male aufgefordert, es freizulassen. Als Gegenleistung müsse er mit ihm ziehen und erhielte - auch genau dadurch - alles was er sich erträumte; er kehre aber niemals als Sohn zurück.
Das ist dann auch schon die Geschichte des Mannwerdens bzw. des Erwachsenwerdens, gleichzeitig eine Selbstbefreiung, eben "unleash the beast"! Entsprechend singt Biff Byford, wie immer höchst böse, aber immer wieder mit wunderschönen Hooklines von transzendentalen Real- und Phantasiewelten, von politischem Protest und von Helden, die gekommen sind, um zu kämpfen und zu sterben. Hier sind eben noch echte Ritter am Werk: Nigel Glockler (dr) und Nibbs Carter (b) sorgen fürs Marschtempo, Paul Quinn und Doug Scarrat (beide git) sorgen mit ihren Lanzen für den Spass, das Tempo und die Ehre! Mehr davon!

OHR

Mit ihrem aktuellen Album sind sie immer noch ihrer Linie treu und fahren seit Jahren im Fahrwasser alter Heroen wie z.B. Deep Purple. Gewaltig produziert lassen sie wieder einmal, frei übersetzt, die Sau raus und zeigen bestes Handwerk gepaart mit traditioneller Metal-Schreibe. Aggressiv und geradlinig, wie man das von ihnen kennt, sind sie zwar nicht die letzten Vertreter des True-Metal, geben sich aber alle Mühe eingetretene Pfade nicht zu verlassen. Gerade das erwartet man von ihnen und Saxon wäre nicht Saxon, wenn sie nicht wie ein Fels in der Brandung allen Versuchungen der Moderne widerstehen würden. Die überaus fleißige Live-Band meldet sich mit "Unleash The Beast" wieder überzeugend an die Front zurück und gibt einen Vorgeschmack auf kommende Touren.
Fazit: Biff Byford und seine vier Haudegen fügen ihrer Discographie zwar weitere Titel hinzu, entfernen sich aber nur unwesentlich von Gewohntem. Das allerdings machen sie derart herzhaft und überzeugend, daß zumindest Saxon-Fans ihren Spaß haben werden.
 
Dirk Jessewitsch
> Alle Beiträge von Dirk Jessewitsch
 
Weitere CDs von Saxon:
> Into The Labyrinth
> Lionheart
> Heavy Metal Thunder


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