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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Red Snapper - Prince Blimey |
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Eine Platte wie dieser Longplayer von Red Snapper gehören zu den besten Argumenten, musikalisches Schubladendenken spätestens bis zur Jahrtausendwende abzuschaffen. Warp aus Sheffield, eines der Pionierlabel der elektronischen Musik in den letzten Jahren, präsentiert hiermit seinen ersten Gitarren-Act, der schon im letzten Jahr mit der "Reeled And Skinned"-EP aufgefallen war und jetzt sein erstes Album vorlegt. In einer recht klassischen Besetzung, nämlich Gitarre, Kontrabaß, Schlagzeug und Saxophon, machen Red Snapper sehr eigentümliche Musik, die viele Stilrichtungen aufgreift, die sich wiederum auch nicht klar unterscheiden lassen wollen. So entsteht ein Sound, der an Indierock, Funk, Rare Groove, Jazz, aber auch Krimithemen, Pink Floyd und Rockabilly erinnert, ein Sound, mit dem ich wegen seiner Offen- und Verspieltheit auf der Basis weniger Elemente sowie vieler Halleffekte noch am ehesten eine zeitgemäße Form von Surfmusik assoziieren möchte. Denn viel vom Flair dieser Musik springt auch bei "Prince Blimey" über: Instrumentals, die mal mehr, mal weniger nach vorne gehen, verdammt viel Groove haben und das geistige Auge noch eine Spur mehr ansprechen als das Tanzbein. Ein zeitloses, ein schönes Album.
Daniel Giebel
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