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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Rabih Abou-Khalil - Arabian Waltz |
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Rabih Abou-Khalil gehört zu den Grenzgängern arabischer zeitgenössischer Musik. Nach einer Ausbildung an der Oud floh er vor den Bürgerkriegswirren des Libanon nach München, wo er klassische Querflöte studierte. Seine Zusammenarbeit mit Charlie Mariano und Kenny Wheeler hat ihn in unseren Breiten wohl am bekanntesten gemacht, "Arabian Waltz" allerdings kommt ohne jeglichen Jazz-Anteil und nahezu klassisch-arabisch daher. Sein Grenzgang findet hier die Entsprechung in der Instrumentierung, denn neben Nabil Khaiat (Perkussion) ist er der einzige Vertreter des Orients. Unauffällig und homogen haben sich das Balanescu Quartett (Streicher) und Michel Godard (Tuba) eingereiht, um die Kompositionen des Libanesen auf die bisher achte CD für Enja Records zu bannen. Von Weltmusik zu sprechen, wäre angesichts der traditionellen Vorgehensweise Abou-Khalils fehl am Platze, und gerade die Kooperation mit den Avantgarde-Streichern des Balanescu Quartetts macht das deutlich. Hätte es nicht im Info gestanden, ich wäre niemals darauf gekommen, daß hier ein westlicher Streichersatz am Werke war. Einziges Zugeständnis an de Musik des Okzidents bleibt also der herausragende Tubaist, dem hier und da kleine Ausflüge in die improvisierte Musik erlaubt sind. "Arabian Waltz" ist ein anstrengendes, wenn auch interessantes Album und für ein langsames Herantasten an die Musik des Libanesen keinesfalls geeignet. Der kommende Sommer allerdings hat für Fernweh geplagt Mitmenschen den richtigen Soundtrack gefunden.
Marlene Müller-Prätorius
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