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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Moonspell - Irreligious |
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Spätestens seit dem Erscheinen von "Wolfheart", dem Erstlingswerk der Fünfer-Formation Moonspell hat das Schattendasein Portugals in Sachen Metal ein Ende. Besagter Silberling war es, der der Band durch die konsequente Mischung aus Schwermetall, Keyboard-Samples sowie Folklore-Elementen ihrer Heimat (!) eine stetig anwachsende Fan-Gemeinde bescherte.
Zum großen Durchbruch soll "Irreligious" nun den Weg ebnen, und die Chancen dafür stehen nicht schlecht, denn die Jungs haben ein Album abgeliefert, daß den Erwartungen mehr als gerecht werden kann.Schon "Opium", der eigentliche Opener läßt keine Zweifel daran aufkommen, mit welcher Entschlossenheit hier zu Werke gegangen wird: brachial, melodisch, düster; verstärkt durch kraftvolle Chöre und geschickte Samples, eingebettet in eine entsprechend fette Produktion, für die abermals Waldemar Sorychta (u.a. Tiamat, Grip Inc., Samael) verantwortlich zeichnete.
Es folgt "Awake", ein weiteres Highlight, dessen Chorus den Hörer mit einer Urgewalt überrollt, die ihresgleichen sucht und ihn sogleich das Fürchten lehrt. Stücke wie "for a taste of eternity" oder "Mephisto" überzeugen durch ausgefeilte Arrangements und musikalische Geschlossenheit der Instrumentalisten, oder "ruin and misery", das atmosphärisch schlichtweg genial ist.Bemerkenswert ist, wie es Moonspell schaffen, einerseits sehr abwechslungreiche Stücke darzubieten, andererseits aber eine konstant düstere Stimmung als roten Faden durch das gesamte Album ziehen. Streckenweise Parallelen zu Bands wie Type-O-Negative sind bei "Irreligious" zwar nicht von der Hand zu weisen, der ausdrucksvolle Gesang von Fernando Ribeiro jedoch vermag der Band ihren ureigenen Stempel aufzudrücken.
Fazit: "Irreligious" ist drückend, finster und fett! So wird es wohl auch nicht lange dauern, bis das neue Werk der fünf Portugiesen Kultstatus erreicht hat, denn im Lager der Death-/Black-/Gothic-Metal-Fans wurde es ohnehin bereits mit Spannung erwartet und dürfte nur die wenigsten enttäuschen. Somit bleibt nur noch das Warten auf die nächste ausgedehnte Tour Moonspells in unseren Gefilden, deren Besuch ich hiermit zur Pflicht erkläre.
Oliver Kämper
> Alle Beiträge von Oliver Kämper
Weitere CDs von Moonspell:
> The Butterfly Effect
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