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CD-Review ::: Vladimir Ivanoff / Osnabrücker Jugendchor - Metamorphoses: The Genesis |
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Ovid schilderte in Metamorphoses die Weltschöpfung als fortwährende Wandlung, als Traum zwischen Kosmos und Chaos. Und genau das ist der Leitfaden für das nun veröffentlichte Werk von Vladimir Ivanoff, das er gemeinsam mit dem Osnabrücker Jugendchor unter der Leitung von Johannes Rahe geschaffen hat. Diese Osnabrücker Auftragsarbeit bearbeitet Chorwerke der Gregorianik bis zur Gegenwart nach - man muß schon sagen - Ivanoff'scher Art. Ivanoff, der in dem Bereich der modernen Chormusik unumgänglich ist, hat in ähnlicher Art und Weise mit seinem VOX-Ensemble Hildegard von Bingens "Diadema" arrangiert. Diese frühere und damit technisch weniger spektakuläre Inszenierung kann durchaus als Vorläufer zu Metamorphoses gesehen werden. Daß das aktuelle Werk schwerer und erdverbundener klingt, mag einerseits am Thema und der Auswahl der Stücke liegen, andererseits daran, daß Ivanoff dem Klang mehr Zeit gibt, den Raum einzunehmen. Die Intention aber bleibt stringent. Die Akustik des realen Kirchenraumes verschmilzt mit dem fiktiven elektronischen Computer- und Raumklang und bildet einen neuen Meta-Raum, der nun durch das Dolby Surround System reproduziert werden kann. Die kompositorischen und klanglichen Elemente der einzelnen Werke werden dadurch besonders hervorgehoben und auf eindringliche Weise erfahrbar: Die Irritation als Stilmittel zur neuen Wahrnehmung, oder (mit Ovid): "Band er zusammen das örtlich Getrennte in friedlicher Eintracht..."
OHR
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