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CD-Review ::: Incubus - Enjoy Incubus |
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Sagt einem der Begriff "Crossover" noch was?! Vor Urzeiten nannte man so einen Musikstil, der die Härte des Rock/Punk/Cores mit der Groovyness des Funks zu verbinden wusste. Vor Urzeiten, wie gesagt. Herausragende Vertreter der Bewegung, die später ins Uferlose überschwappen sollte, waren Bands wie Faith No More ("Introduce Yourself"; "The Real Thing"), 24-7 Spyz, Mordred etc.
Dass heute, 117 Millionen Jahre später, noch jemand auf die Idee kommt, eine Crossover-Band zu gründen, ist also, je nach Betrachtungsweise, entweder ein liebenswerter Anachronismus oder schlicht eine riesengroße Torheit.
Nimmt man die Qualität des Produktes als Bewertungskriterium für diese Frage, so kann man Incubus durchaus den Status liebenswerter Anachronisten zugestehen.
Ihre Debüt-EP "Enjoy Incubus" sprüht nämlich dank ausgeprätger handwerklicher Fähigkeiten nur so vor Funkyness. Während Sänger "Brandon Of The Jungle" stellenweise fatal an Faith No Mores / Mr. Bungles Mike Patton erinnert, hat die Rhythmus-Abteilung der Band offenbar ein größeres Herz für den Funk der Siebzigerjahre als für den Metal der ausgehenden Achtziger. So ist "Enjoy Incubus" vor allem eins:
Ein Tritt in den Arsch, der einen zwar nicht (mehr) völlig aus dem Gleichgewicht bringt, dennoch aber gehörig durchschüttelt.
Andreas Kötter
> Alle Beiträge von Andreas Kötter
Weitere CDs von Incubus:
> A Crow Left Of The Murder > Morning View > S.C.I.E.N.C.E.
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