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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Daft Punk - Homework |
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Ehrlich. Ich habe mich bemüht, habe "Homework" wieder und wieder gehört. Und so schlecht haben die beiden jungen Franzosen ihre "Hausaufgaben" ja auch nicht gemacht. Die unglaubliche schiere Hysterie aber, die man etwa im "Spex" versucht, um dieses Album auszulösen, bleibt mir fremd. "Disco als der Punk von heute", "die Wiedergeburt von Rock'n'Roll aus dem Geist von Techno, Glam und House" etc. heißt es dort. Und weiter: "Die Platte, für die wir immer gekämpft haben". Ohne Frage hat "Homework" unglaublich geile Momente, wie "Revolution 909", wo der Beat Dich förmlich zwingt, das Becken kreisen zu lassen. Auch "Da Funk" ist Beat pur, ohne das man sich langweilen würde. Und es stimmt auch, daß dies vielleicht die erste Platte dieser Art ist, die zum Cruisen ebensogut taugt wie für die Disco.
Nur: Wo ist die überschäumende Euphorie, die Disco in den 70ern auszeichnete, wo sind die hymnenhafte Momente, die mich zu Songs wie "The Glow Of Love" von Change, zu so vielen Tracks von Earth, Wind & Fire undundund auch heute noch jedesmal, wenn ich sie höre, jubilieren lassen?!
Das alles wird hier nur angedeutet, ist hier immer nur bruchstückhaft vorhanden. Natürlich ist das Methode; für mich aber funktioniert sie nur... bruchstückhaft. Ohne Frage aber werden Daft Punk mit "Homework" für die ausgehenden 90er von Bedeutung sein. So ist diese Zeit eben.
Andreas Kötter
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