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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Chuck D. - Autobiography Of Mistachuck |
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Der große, (noch nicht ganz so) alte Mann des militanten, wortgewaltigen HipHop is back und jedes Wort macht deutlich, daß "Mistachuck" trotz gemäßigter, nichtsdestotrotz hervorragender Form nicht zum Salon-Löwen verkommen ist. Schon die Diktion "Mistachuck", das man auch "Mister Chuck" hätte schreiben können, und die damit genau der Diktion entspricht, mit der "trottelige Hollywood-Nigger" in den 40er und 50er Jahren in Monumental-Werken wie "Gone With The Wind" dem weisßen "Massa" zu huldigen hatten, ist ein Schlag in die Fresse der weißen Unterhaltungsindustrie. Und damit der Beweis, daß sich für Chuck D dort seit jener Zeit nicht viel geändert hat.
Musikalisch besinnt er sich mehr, als er es mit Public Enemy je konnte/wollte, auf die Wurzeln schwarzer, US-amerikanischer Selbstbefreiung: Der Soul und vor allem der Funk der späten 60er und frühen 70er, Gil Scott-Heron und die Last Poets, Curtis Mayfield (dessen Stimme auf "Talk Show Created The Fool" täuschend echt imitiert wird) und Isaac Hayes sind die Größen, an denen sich Chuck D orientiert. Noch nie hat man ihn so relaxt und so funky die Mißstände beschreiben gehört, wie auf diesem "Report From The Commissioner".
Auf dem schönsten Track, "But Can You Kill The Nigger In You?" gibt es einen ergreifenden Gastauftritt von Isaac Hayes, auf "No", der ersten Single, schreckt Chuck D auch vor den live eingespielten Bläsern der Hydraulic Funkaholics Horns nicht zurück. R&B-HipHop, wie er besser bis heute nicht geboten wurde und gleichzeitig eins der besten schwarzen Alben des Jahres.
Andreas Kötter
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