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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Chico Science & Nacao Zumbi - Afrociberdelia |
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Im Herbst '95 haben sie uns mit "Da Lama Ao Caos" überrascht, aber leider nur als Geheimtip eine gewisse Bekanntheit erreicht. Mit ihrem neuen Album haben sie bereits in ihrem Heimatland Brasilien Furore gemacht und wollen jetzt auch bei uns zu verdientem Ruhm und Ehre kommen.
Wie schon der Vorgänger mischt das aktuelle Album südamerikanische Rhythmik mit Punk-Attitüde, ist allerdings im Gegensatz zu "Da Lama Ao Caos" epischer, streckenweise jazziger und psychedelischer geraten. Faszinierend sind nach wie vor ihre verschachtelten Samba-Rhythmen und die bisher einzigartige Weise, in der sie diese mit der europäischen Neuzeit (Gitarrenmusik seit Punk) vermischen: Denn außer Sepultura ist das, meines Wissens, in der härteren Musik noch niemandem für westliche Ohren akzeptabel gelungen. Natürlich singt der Achter wieder portugiesisch, und auch dafür gibt es einen Pluspunkt. Irritierend ist eigentlich alles, was sie machen, aber die Krone setzen sie ihren Bläser- und Perkussionarrangements mit der Integration verzerrt-psychedelischer Gitarrensoli auf, und genau hier, in einem der eigentlichen Musik übergeordneten Medium, vollzieht sich der so einzigartige Teil ihrer unglaublichen Rock-Architektur. Eine tolle Scheibe.
Dirk Jessewitsch
> Alle Beiträge von Dirk Jessewitsch
Weitere CDs von Chico Science & Nacao Zumbi:
> Da Lama Ao Caos
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