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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Curtis Mayfield - New World Order |
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Mit dem Begriff "Wunder" sollte man vorsichtig sein. Vermutlich würde er selbst das auch gar nicht wollen. Zumindest aber zeugt die Tatsache, daß Curtis Mayfield sechs Jahre nach seinem schweren Unfall, dessen Folge eine völlige Lähmung vom Hals an abwärts war, wieder eine Platte eingespielt hat, von einem schier unbeugsamen Willen, vielleicht auch von einem unerschütterlichen Glauben an, welchen auch immer, Gott.
Daß er dann noch mit einem Album zurückkommt, das - obwohl sicherlich nicht sein bestes, dafür waren "Curtis" oder auch "Superfly" zu epochal - große Soul-Kunst ist, ist so ergreifend, daß gestandene Männer Tränen in den Augen haben.
Freunde wie Aretha Franklin, ihrerseits ebenfalls eine herausragende Soul-Stimme und -Persönlichkeit, im Duett mit Curtis in "I Believe In You" oder Mavis Staples und andere exzellente Instrumentalisten machen aus "New World Order" ein Bekenntnis zur Nächstenliebe. Etwas also, was schwarze Musik gerade in den 70ern immer war/beinhaltete (Mayfield, Gaye, Hayes) und erst in den späten 80ern und den 90ern mit (ich sage bewußt nicht "durch") Gangsta-Rap verloren hat.
Für die schwarze Musik und natürlich vor allem für Curtis Mayfield selbst ist seine Rückkehr mehr als nur ein kleiner Schritt. Vor allem für die "Black Community" war ein Zeichen von einer solchen Integrationsfigur beinahe lebensnotwendig.
Andreas Kötter
> Alle Beiträge von Andreas Kötter
Weitere CDs von Curtis Mayfield:
> Love Peace Understanding
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