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CD-Review The Almighty Just Add Life   CD-Review ::: The Almighty - Just Add Life

Review The Almighty - Just Add Life  
Review

The Almighty
Just Add Life
EMI

Brit-Rock
 
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The Almighty waren mal eine britische Proll-Rock-Band mit allem Zipp und Zapp, soll heißen fettigen, langen Haaren, Tattoos, Bierbauch, Griff in den Schritt und was sonst so dazu gehört. Die etwas pflegeleichtere Variante zu Motörhead. Das muss so um 1988 gewesen sein, als ich sie im Vorprogramm von Faster Pussycat gesehen habe. Dann heiratete Songschreiber Ricky Warwick seine Vanessa, ihres Zeichens Heavy-Schlampe bei MTVs "Headbanger Ball". The Almighty wurden härter, wollten wohl die britischen Pantera werden, und... wieder war es nichts mit dem Durchbruch. Nach insgesamt sechs (oder doch fünf oder sieben) Alben schmeißt man nun das Handtuch.
Vorher aber hat man mit "Just Add Life" noch mal ein Album vorgelegt, das nun dem Geist des britischen Punk huldigt. So klingt man mal nach Stiff Little Fingers ("Do You Understand"), huldigt auch Malcolm Owen, dem verstorbenen Sänger der Ruts ("Coalition Star") oder erinnert in "Dead Happy" an die seligen Clash.
Wer nun glaubt, "Just Add Life" wäre ein schlechtes Album, bzw. The Almighty wären nur üble Plagiatoren, der hat sich täuschen lassen. Warwick und Kumpanen haben mehr Pfeffer im Arsch als viele hochgelobte Hardcore-Bands und verblasen alle Biohazards dieser Welt. Warwick ist ein Rock'n'Roll-Tier von Gottes Gnaden, Floyd London spielt den schärfsten, groovendsten Bass, den ich seit langem in einer Rock'n'Roll-Band gehört habe und Stumpy Munroe bearbeitet die Drums so, wie sein Name klingt.
"Just Add Life" ist die Art von Rock-Album, die nach Schweiß, Zorn aber auch Spaß schmeckt. Ein Album, randvoll mit kreischenden Gitarren, kurzum das, "what Rock'n'Roll is about".
Und mit dem bläsergetriebenen "All Sussed Out" ist ihnen zum Abschluss ihrer Karriere noch ein Monster-Hit gelungen.
 
Andreas Kötter
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