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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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  37.9% |
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| eine andere |
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  17.2% |
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| Köln |
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CD-Review ::: Marco Minnemann's Illegal Aliens - Time |
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Melodie satt, unglaubliches Handwerk, Zitate am laufenden Band, jede Menge Ecken, Kanten und reichlich Erinnerungen an Größen, die den Rock erweiterten - das und noch mehr sind Illegal Aliens, die Band des einstigen Freaky Fukin' Weirdos- und H-Blockx-Schlagzeugers Marco Minnemann. Stichworte, oder besser Adressen, unter denen das laufen könnte, sind Zappa, Queen, Prince, Mothers Finest, UK, Gong, also jede Menge großer Namen.
Von allen haben sie ein wenig - mal mehr, mal weniger - bleiben dabei aber immer eigenständig unterhaltsam und haben Bestand bis zum Ohrwurm. Time, und damit das dritte Album der Gruppe als Rock zu bezeichnen, kann also nur die ungefähre Richtung angeben. Jazzer, sofern sie ein Ohr für die härtere Gangart der Fusions haben, Crossover-Fans, die den gängigen Einheitsbrei auch mit anderen Gewürzen vertragen, und Pop-Hörer, die sich wohlwollend an die Sparte Adult-Pop erinnern, sind sicher hocherfreute Kostgänger dieses Jahrzehnte überspannenden Menüs.
Verspielt und doch immer songtauglich zaubert die Gruppe um den Vorzeige-Drummer mit großen Chören, verträumten Flächen, Rhythmus-Stunts im Stile Wackerman's oder Bozzio's. Sie bringen jede Menge Gefühl in kleinen und großen Songperlen und spielen ihre bemerkenswerte Frontfrau Artemis mal heftig, mal bezaubernd süßlich in den Vordergrund.
Zusammengenommen ist das - öffnen wir ruhig die neue Rubrik - Progressive Pop, wie man ihn seit den Zeiten später King Crimson-Ableger nicht mehr gehört hat. Komplex und zum Teil fast klinisch sauber sind die Illegal Aliens damit sicher nicht jedermanns Sache - für mich allerdings eine Entdeckung.
Dirk Jessewitsch
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