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CD-Review Yidaki Compilation   CD-Review ::: Yidaki - Compilation

Review Yidaki - Compilation  
Review

Yidaki
Compilation
jaxx rec. / Edel Contraire / Edel

Rund ums Didgeridoo
 
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Das Bedürfnis des Zivilisationsmenschen nach innerer Einkehr und einem bewußten Gegenpol zum hektischen Alltag wird immer deutlicher. Kein Wunder also, daß sich ein Instrument wie das Didgeridoo, oder Yidaki, mit seinen seltsam ziellosen, sonoren und oberton-reichen Sounds zunehmender Beliebtheit erfreut.
Daß es allerdings in der Schweiz, dem Land der Alphörner und kopfgroßen Kuhglocken eine weitverzweigte Infrastruktur und eine lebendige Szene um dieses Instrument gibt, ist ein fast schon skurriles Novum. "Yidaki" faßt siebzehn dieser Einzelmusiker und Gruppen zusammen und präsentiert eine Szene, die sich in ganz verschiedenen Prägungen mit den Instrument beschäftigt.
Solistisches von Chris, Giddabush, Dreaming Lizard und Matthias Müller bringt bekannte Sounds und zeitlose Arrangements. Viele Duos, wie Tree Talks, Sage, Youayah, Native Groove oder Naturton färben dann schon mit immer unterschiedlichen Einflüssen und größere Besetzungen wie The Five Elements Dreaming und Yorix Tomcat versuchen die Integration in das bekannte westliche Band Line-Up.
Für Puristen ist das nichts, denn E-Gitarre, Keyboards und Sequenzer sind in dieser Zusammenarbeit ein bisher weithin unerschlossenes Feld. Und so erreichen längst nicht alle dieser Versuche die Qualität eines Stephen Kent, der immer wieder solistisch, wie auch in den verschiedenen Bands und Projekten, zuletzt mit Kenneth Newby, Akzente für das Instrument setzen konnte.
Allerdings birgt auch "Yidaki" beispielsweise mit "Dawn At Tjakupai" von Tjakupai Creations, "Apura" von Naturton, Giddabush's "Vibrating Rhythms Of My Life", dem "Waterwalk" von Dreaming Lizard oder der Weltmusik-Fusion der Musikwerkstatt eine Handvoll Perlen.
Insgesamt in seiner Vielfalt etwas zerrissen überrascht hier eine Szene, die es vorher nur im Verborgenen gegeben hat.
 
Marlene Müller-Prätorius
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