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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Xzibit - Weapons Of Mass Destruction |
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Liebe Amerikaner, im Prinzip hab ich nichts gegen euch, ehrlich, gar nicht. Aber in letzter Zeit macht ihr manchmal Sachen, die mich doch ein wenig an eurem gesunden Geisteszustand zweifeln lassen. Zum Beispiel lasst ihr es allen Ernstes zu, dass der große Dabbeljuh noch vier weitere Jahre seine Herrschaft der Dummheit über euer Land ausüben darf. Ja, und gut einen Monat später passiert dann etwas fast genauso Unverständliches: Jeder Hampelmann, der sich ein paar Klunker um den Hals hängt und ohne Fehler zwei zusammenhängende Zeilen rappen kann, stürmt bei euch die Charts, aber das fünfte Album von West-Coast-Veteran Xzibit schafft es - obwohl er mit seiner MTV-Show "Pimp My Ride" ja durchaus Medienpräsenz genießt - nicht mal in die Top 40 und steigt sogar in Deutschland zehn Plätze höher ein als bei euch. Be ashamed, be very ashamed!
An der Qualität der Platte kann der kommerzielle Misserfolg eigentlich nicht gelegen haben. Mag sein, dass es sich hier nicht um das beste Album des X-Man handelt, doch es fügt sich auf jeden Fall nahtlos in die Reihe überzeugender Xzibit-Releases ein. Was man X dabei hoch anrechnen muss, ist, dass er von Album zu Album immer darauf bedacht ist, sich weiterzuentwickeln. War der Vorgänger "Man vs. Machine" noch ein wahres Hit-Dauerfeuerwerk mit massig großen Namen an Mikro und Reglern, belässt Xzibit es diesmal bei nur einem bekannten Feature (einem gut aufgelegten Busta Rhymes auf "Tough Guy") und einem echten Superstar-Produzenten (Timbaland auf der entsprechend fetten Single "Hey Now"). Ansonsten gibt es auf "Weapons Of Mass Destruction" an den Beats v.a. eine Mischung aus Westküsten-Dauergästen (Highlight hier der grandiose Rick Rock-Banger "Muthafucka") und Nachwuchsförderung (gleich vier Beats kommen z.B. von Khalil), am Mic eine Menge Zeit zum Scheinen für Xzibits Crew Strong Arm Steady - etwas zu viel vielleicht, den Track "Crazy Ho" überlässt der Gastgeber seinen Jungs sogar komplett - und einen Xzibit, der - neben den von ihm gewohnten und geliebten aggressiven Tracks wie dem Oldschool-Monster "Criminal Set" - mehr denn je auch und vor allem auf ruhigeren, musikalischeren Songs wie der Soulperle "Judgement Day" oder dem von einem fantastischen Hi Tek-Instrumental getriebenen "Scent Of A Woman" zu glänzen weiß. Am Ende dann noch der krönende Abschluss mit dem in Erinnerung schwelgenden "Back 2 The Way It Was" und richtig schönen Gitarren.
Eine richtig runde Sache also, wie immer. Hoffen wir, dass X-to-the-Z sich von schwachen Verkaufszahlen nicht beeindrucken lässt und uns weiter alle zwei Jahre mit purem High-Quality-Rap erfreut. Aber da hab ich keine großen Zweifel, oder, X? "You can hold your breath, til you're blue in the face / But you can never ever take my place / I stay strong, whether right or I'm wrong / Through the struggle I will live on". Word.
Alexander Karl
> Alle Beiträge von Alexander Karl
Weitere CDs von Xzibit:
> Full Circle > Weapons Of Mass Destruction (2)
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