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CD-Review :Wumpscut: Body Census   CD-Review ::: :Wumpscut: - Body Census

Review :Wumpscut: - Body Census  
Review

:Wumpscut:
Body Census
Beton Kopf Media / Soulfood
erschienen im März 2007
Electro / EBM
 
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Regelmäßig wie der Frühling erscheint auch in diesem schönen 2007 wieder ein neues Album aus dem Hause Rudy R. "Body Census" heißt die Scheibe und ist, vorweg gesagt, endlich wieder eine durchgängig gute.

Der Opener, "The Beast Sleeps Within You", lässt das Tanztier in jedem interessierten Hörer erwachen und nach dem nächsten Dancefloor lechzen. Geschätzte 120 Schläge in der Minute lassen die Beine nicht zur Ruhe kommen und, nach zwei eher dürftigen Jahren Wumpscutscher Veröffentlichungen, wieder Hoffnung in die schwarzen Herzen der Fans strömen.

Elf Tracks schenkt uns der Landshuter mit seinem "Body Census". Wohlig wird der Hörer feststellen, dass mit diesem Machwerk ein Kreislauf aus "Music For A Slaughtering Tribe", "B7", "Embryodead" und nun "Body Census" geschlossen wird. Tracks wie "We Belive, We Belive" oder "You Are A Goth" stehen in einer Reihe mit den Höhepunkten oben genannter Alben. "Homo Gothikus Industrialis" lässt sogar an längst vergessene, geniale Frühwerke wie "God" denken.

Mit "Body Census" hat Wumpscut wieder bewiesen, wie wichtig seine stilgemixten, electro-industrialesken Sounds als Gradmesser in der Szene sind. Sicherlich gibt es andere Bands, die ähnlich wegweisend sind (oder waren), jedoch war er der erste szenebekannte Musiker, der den Nerv einer breiter gefächerten Zuhörerschaft getroffen hat. Und trotz allen Unkern nach "Soylent Green", die meinten, dass da nichts mehr kommen könnte, beglückt er nun seit über 15 Jahren die Fans der dunklen Seite, ohne auch nur ansatzweise den Glauben an sich verloren zu haben.
 
Holger Galla
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