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CD-Review Victor Davies Victor Davies   CD-Review ::: Victor Davies - Victor Davies

Review Victor Davies - Victor Davies  
Review

Victor Davies
Victor Davies
JCR / Compost Records

Jazz, Latin, Soul
 
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Das Paradies aus dem CD-Player
Ein Tag am Meer. Ein verlassener Strand in der Südsee. Ein, zwei fruchtige Cocktails bei 30 Grad im Schatten.
Das sind die ersten Gedanken, die einem überkommen, sobald man diese CD einlegt. Sofort befindet man sich auf der Reise in das Paradies. Sie wissen schon, dort, wo bunte Papageien rum sitzen, einem die Kokusnüsse in die Hand fallen und sich die gut gebauten, mit einem Hauch von Nichts gekleideten Einheimischen den ganzen Tag damit beglücken, am Strand zu tanzen.
Wenn Sie zufällig gerade aus dem Fenster schauen, nur Grau in Grau sehen und dabei Fernweh bekommen, so ist dieses wunderschöne Album das ideale Mittel, einem zum Koffer packen zu bewegen. So hat Victor Davies sein selbstbetiteltes Debüt vorgelegt, welches schon bald zum Klassiker werden könnte. Ein Album mit 11 Tracks - überraschend konsequent produziert - scheint heute, in der Masse der Neuerscheinungen fast schon ein Wunder zu sein. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Silberlingen fehlt hier das Füllmaterial. Ich könnte nicht sagen, welches dieser Stücke ich nicht überzeugend finde. Victor Davies ist ein Multitalent, schreibt er doch alle Stücke und spielt auch fast alle Instrumente selbst. Talentiert und mit dem Potential für Melodien und Texte fand der gebürtige Londoner schnell den Zugang zu einem Major Label, wollte aber keine kommerzielle Dancemusic machen - ein Glück. Dieses mit stilführenden Hits und bezaubernden Balladen gespickte Album ist eine innovative Verbindung aus Jazz, Latin und Soul mit einer Stimme, wie sie sonst nur Al Jarreau oder Maxwell haben. Eine angenehmere Mischung aus easy und sophisticated listening würde mich doch schon sehr überraschen.
Fazit: Wer lieber die Karibik als den Kaukasus mag, sich in entspannter Atmosphäre wohl fühlt und auch gerne mal eine Kerze anzündet, dem sei diese Scheibe wärmstens ans Herz gelegt.
 
Jens Grummich
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