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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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  37.9% |
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| eine andere |
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  20.7% |
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| Hamburg |
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  17.2% |
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| Köln |
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  17.2% |
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  6.9% |
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CD-Review ::: Vanilla Sky - Play It If You Can't Say It |
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Wir befinden uns in einer Zeit, in der man von Klingeltönen und Emo-Pop-Punk-Bands bis zur totalen Verblödung zugesch#+*§$ wird. Wie es das Schiksal wollte, war es nun wohl auch an der Zeit, dass das Mutterland von Romina und Al Bano Power eine Fahrkarte für den letzten Sprung auf den Punk-Rock-Zug in Richtung Emo-Land gebucht hat. Die glücklichen Kandidaten für die Reise in die Versenkung nennen sich Vanilla Sky... auf gut deutsch gesagt: Vanille Himmel - whatever that means!? Jetzt stellt sich die Frage: Was unterscheidet den Vanille Himmel von anderen Punk-Rock-Combos? Warum soll man sein Geld für die Platten von den Jungs vom Stiefel ausgeben und nicht für die Retorten-Punks aus dem Rest Europas oder den Staaten? Man weiß es nicht! Mittlerweile fällt es einem wirklich schwer, die Blinks, die Sums, die Yellowcards, die Mests, die Midtowns, die guten Charlotten und wie sie alle heißen, voneinander zu unterscheiden. Ein textlicher und musikalischer Einheitsbrei, der wahrscheinlich irgendwann verpuffen wird und sich im Himmel in ein fades Vanillearoma auflöst. Es wird, wie immer, über vergangene Lieben gesungen, wie schön es doch war, mit seinen 18 Jahren zu surfen und frei zu sein. Wenn diese zwei Themen abgefrühstückt sind, wird in die Allzweck-Cover-Kiste gegriffen. Mit viel Glück zieht man einen Song aus der Kiste, der noch nie mit Stromgitarre unterlegt wurde, doch meistens hat der Pop-Punk einfach nur Pech. So auch bei den Italian Punks: Auf ihrer Sammler-EP "Play It If You Can't Say It" geben sie ein mittelmäßiges Cover zum Besten: Vanessa Carltons Pop-Klassiker "A Thousand Miles". Nach dreimaligem Hören kann man weder einen extraordinären Gesang feststellen, noch außergewöhnliches Geschick in der Handhabung ihrer Instrumente. Wahrscheinlich muss man sich eine ganze Stange mehr Zeit nehmen, um auf die feinen Nuancen zu stoßen, die Vanilla Sky von der Emo-Sumpf-Glocke abhebt. Immerhin können sie Verkaufszahlen von mehr als 16.000 Platten ihres Erstlings-Werkes "Waiting For Something" vorweisen und in Japan war es sogar das erfolgreichste Debütalbum einer italienische Band seit zehn Jahren - es wurde auch mal Zeit, das Adriano Celentano von seinem hohen Ross herunter gestoßen wird. Wer sich einmal live von einem akzentfreien Vanilla-Sky-Englisch überzeugen möchte, der wird in ganz Europa seine Chance bekommen. Von Österreich, über Deutschland, bis nach Spanien und rüber auf die Insel sind die Vanillas unterwegs. Um die Konzerthallen ordentlich zu füllen, könnten jedoch ein paar Features für Vanilla Sky ratsam sein. Um den straighten Punk Rock etwas aufzulockern, könnte Vanilla Ice ein paar flockige US-Raps zum Besten geben und im Hintergrund sollten die baltischen, hirnamputierten Hüpfdohlen von Vanilla Ninja ihre Köpfchen und Röckchen im Takt wiegen. Bühne frei für: The incredible Vanilla Ice Ninja Sky -Show!
Man schießt zwar beim beiläufigen Lauschen von "Play It If You Can't Say It" vor Begeisterung keine Leuchtraketen in den auditiven Strafraum, doch früher oder später erliegt man bestimmt dem italienischen Charme, oder wie es der Titel ihres Debüt-Albums schon ganz vortrefflich beschreibt, "Waiting For Something"!
KINGDOMinik Kirgus
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