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CD-Review Tuey Connell Songs For Joy And Sadness   CD-Review ::: Tuey Connell - Songs For Joy And Sadness

Review Tuey Connell - Songs For Joy And Sadness  
Review

Tuey Connell
Songs For Joy And Sadness
Minor Music / in-akustik
erschienen im Oktober 2001
Jazz
 
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Bandpage

Auf dem Cover ein Glas. Nur verschwommen sichtbar. Whisky vermutlich oder ähnlich Hochprozentiges. Im Hintergrund rittlings auf einem Stuhl, mit starrer Miene den Blick auf das Glas gerichtet, sitzt er, mehr nachdenklich als lässig.
Er, das ist Tuey Connell und Mr. Connell singt Lieder für und von Zeiten der Freude und der Traurigkeit.

Mit diesem grandios einfachen Titel verspricht uns die CD tiefe Emotionen, lässt Poesie im Text erahnen und klingt nicht zuletzt nach musikalisch ehrlichem Handwerk. Und was sie verspricht, das hält sie auch. Gleich vorweg: Diese Aufnahme des amerikanischen Sängers und Gitarristen könnte genau so auch live eingespielt worden sein. Je mehr man sich auf die Musik einlässt, um so stärker lässt sich die verrauchte Atmosphäre eines Jazzkellers assoziieren. In den zeitweise ruhigen Passagen der Stücke vermisst man geradezu unbeabsichtigtes Gläserklirren, an ihrem Ende erwartet man gleichsam den erst spärlich einsetzenden und dann deutlich anschwellenden Applaus.

Midtempo-Nummern wechseln sich ab mit intensiv intonierten Balladen, in deren Ruhe und Zurückhaltung der die gesamte Aufnahme charakterisierende Swing noch deutlicher zum Ausdruck kommt. Tuey Connell selbst singt in der Nachfolge großer Vokalisten wie Nat King Cole, Frank Sinatra oder Chet Baker. Sein eigenes Gitarrenspiel bleibt stets verhalten im Hintergrund zugunsten eines intensiv-lässig daherkommenden Begleitquartetts mit Piano, Bass, Schlagzeug und Saxophon.

Mit seiner nahezu durchgängig aus Eigenkompositionen zusammengestellten zweiten Einspielung legt Tuey Connell ein der Tradition verpflichtetes, ihr aber nicht verhaftetes Werk vor, das in seiner musikalischen Unaufgeregtheit schon von einem eigenen Ausdruck geprägt ist.

Ist die zum Dinner bei Kerzenlicht eingeladene Person dem Jazz nicht abgeneigt, so kann diese CD, zu passender Zeit aufgelegt und wohlfeil leise eingepegelt, durchaus zur noch lange gerühmten Stimmung dieses Abends beitragen; eines Abends, an dem eben alles begann...joy and sadness.
 
Ärnst Stänkowskie
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> Under The Influence
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