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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: TotenmonD - Fleischwald |
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Die dritte Veröffentlichung, derselbe Stil, die gleiche Qualität. Totenmond, die mit "Lichtbringer" durch ihre extreme Art des Metals und der deutschen Texte noch für Aufmerksamkeit sorgten, sind berechenbar geworden. Sprachliche Provokation, harte Tempowechsel - alles war schon mal da. Man könnte dem Trio also Stagnation vorwerfen, was vielleicht auch nicht ungerechtfertigt wäre. Trotzdem ist "Fleischwald" ein Album geworden, das seine Daseinsberechtigung hat.
Totenmond haben nicht wenige Fans und Iron Maiden machen auch seit 20 Jahren die gleiche Platte. Die langsamen Teile, z.B. im Titelstück, wissen auf jeden Fall immer noch durch ihre Intensität und Düsternis zu überzeugen (auch wenn der Nerv-Faktor manchmal ziemlich hoch ist!) und keine andere Band, Totenmonds Vorbild Eisenvater mal ausgenommen, besticht durch solch harte, man könnte schon sagen, progressive Breaks. Auch die zügigen Parts der Stücke sind, irgendwo zwischen Crust-Punk und Death-Metal liegend, stimmig und mitreißend.
Der Hit der Platte ist jedoch ein Cover-Song: Narsaaks "Der Misanthrop" (jeder der Totenmond liebt, sollte schnellstens Narsaak antesten: Erschienen sind zwei Singles und eine Split-7" mit Dead Beat auf Per Koro Records/Bremen!). "Fleischwald" ist für Totenmond-Fans und alle, die es werden wollen, ein Pflichtkauf. Die, die "Lichtbringer" oder "Väterchen Frost" nur ganz o.k. fanden, sollten ihr Geld in andere Bands investieren.
Thorsten Wilms
> Alle Beiträge von Thorsten Wilms
Weitere CDs von TotenmonD:
> Unter Knochen > Väterchen Frost
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