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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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  37.9% |
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CD-Review ::: Tortoise - Standards |
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Sieben Jahre nach ihrem Aufsehen erregenden selbstbetitelten Debütalbum sind Tortoise 2001 beim englischen Label Warp gelandet. Das Flaggschiff des amerikanischen Post-Rocks ist sozusagen im Hafen der englischen Elektro-Avantgarde eingelaufen und hat damit den Grundstein für eine zukunftsträchtige Zusammenarbeit gelegt. Den Großteil der Jahre 1998 und 1999 verbrachten Tortoise mit einer Tour rund um die Welt: Auftritte in ganz Europa ließen sie zur Band des Jahres 1998 z.B. in SPEX und WIRE werden. Nach ihren überraschenden Charts-Erfolgen in Deutschland, England, Spanien etc., spielte die Band in den USA, Südamerika, Japan und Australien. 1999 zeigten sie sich auf ausgewählten Festivals (z.B. das Deutsche Jazzfestival Frankfurt), sowie auf einer USA-Tournee mit dem legendären brasilianischen Musiker Tom Zés. Das neue Werk 'Standards' ist wie eh und je experimentierfreudig, überzeugt mit tiefen Basslines, einer Armada an Percussionsounds und vor allen Dingen mit dem Mix aus 'klassischen' Instrumenten (Akustik-Gitarren, Vibraphon usw.) und elektronischen Soundspielereien mit einer Menge Samples. Der Listening-Aspekt steht bei der Musik von Tortoise an oberster Stelle. Elektro-Funk mischt sich mit TripHop/Rock, flirrend sanfte Popmelodien mit rauhen Riffs, doch leicht verdaulich kann man den Sound der fünf aus Chicago wirklich nicht nennen. Aber wer will sich denn überhaupt noch dem Mainstream-Gedudel hingeben, wenn er stattdessen 45min "Post-Rock-New-Jazz" konsumieren kann?
Inga Stumpf
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