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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Throwing Muses - Throwing Muses |
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Nicht aus künstlerischen oder menschlichen Gründen haben sich die Throwing Muses vor sechs Jahren entschlossen, getrennte Wege zu gehen, sondern weil sie einfach kein Geld mehr für weitere Alben hatten. Von wegen sowas passiert nur Ton, Steine, Scherben und alle anderen Bands sitzen in ihren Villen und saufen Schampus...
Jetzt ist doch wieder ein bisschen Geld da und für ihre neue, selbstbetitelte Platte hat die Band um Kristin Hersh aus der Not eine Tugend gemacht: Das Album wurde an drei Wochenenden fast ohne Overdubs und mit straightem Live-Rock-Sound aufgenommen. Das war eine gute Idee. Die Throwing Muses klingen ohne die vielen Studio-Zutaten der Vorgänger besser und spannender als je zuvor. Auch die Songs von Kristin Hersh, zu denen ihre Halbschwester Tanya Donelly nach langer Abstinenz wieder Background-Vocals zusteuert, sind großartig: einprägsam und melodiös, aber mit stets verworrenen Abläufen und plötzlichen Wechseln und Stopps. Das erinnert an die Pixies, die ja auch einst mal Vorband bei den Throwing Muses waren. Ein spätes Meisterwerk von einem der wichtigsten Wegbereiter des Grunges.
Arne David
> Alle Beiträge von Arne David
Weitere CDs von Throwing Muses:
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