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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: The Strokes - First Impressions Of Earth |
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"First Impressions Of Earth". Auf dem Busweg von Oxford nach London hört Schneewittchen zum vierten Mal "Every Me, Every You" von Placebo und schreibt Kurznachrichten. Als dann endlich ihr Telefon klingelt, fragt sie aufgeregt: "Do you queue for The Strokes? Someone, who heard it from someone, told me, there was a queue for the secret Strokes concert". Sie schaukelt erwartungsvoll hin und her. "With sleeping bags and stuff?". Das Konzert findet in einer kleinen Halle der Universität statt. Vor dem Eingang kriegen wir ein goldenes Armband. Wir laufen durch die Gänge und kommen nach ein paar Metern bei der Bühne heraus. Es ist wie bei einem Ball. Bis die Band das Publikum mit Licht und Laut in einen Hasenstall verwandelt.
Die Überraschung zählt. Die Strokes aus New York sind auf ihrem neuen Album nicht mehr nur cool, sie sind viel besser. Auf "First Impressions Of Earth" passiert nichts weniger als die Einlösung der Großmäuligkeit von "Is This It". Hier kriegt die Band den Bogen zwischen Velvet Underground, Guns N' Roses und Maximo Park. Mit der Freudenode "You Only Live Once", dem unverschämt schneidigen "Razorblade" und der großartig ignoranten Orgel-Meditation "Ask Me Anything" klingt das Album sattgefressen und ungeheuer neugierig zugleich. Mit dem Satz "My feelings are more important than yours" entlarvt Julian Casablancas den Lovesong an sich und singt beiläufig einen der besten für 2006.
In der Flut der hochgelobten ersten Platten ist "First Impressions Of Earth" als drittes Album das bessere Debüt.
Alexander Kroll
> Alle Beiträge von Alexander Kroll
Weitere CDs von The Strokes:
> Is This It (2) > Is This It
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