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CD-Review ::: The Strokes - Is This It (2) |
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Wenn schon Lenny Kravitz singt, dass der Rock'n'Roll tot ist, steht es um die E-Gitarre nicht gut. Aber warum sind es ausgerechnet die Strokes, die an der Spitze des momentanen Rock-Revivals stehen? Beim ersten Hören von "Is This It" fällt zunächst ins Auge, dass die New Yorker die richtige Plattensammlung haben: Die unvermeidlichen Velvet Underground, Punkrock, aber auch melodischeres wie die Beatles und die Pixies klingen an.
Außerdem ist "Is This It" für eine Rocksensation des 21. Jahrhunderts interessant produziert. Die Platte klingt wie 1975, keine Brachial-Gitarren, keine Synthesizer. Beim längeren Hören macht das Sinn. Denn die Stärke des Quintetts liegt in einem souveränen Minimalismus, kein Geschrammel, sondern gut durchdachte Arrangements, die den Melodien von Sänger Julian Casablancas genug Raum lassen, ins Ohr zu gehen. Da bleiben sie dann spätestens nach dem zweiten Hören auch allesamt.
Aber liegt da das Geheimnis des Erfolgs? Wahrscheinlich nicht. Das Besondere der Strokes wird eher durch die Photos deutlich: Wie ging das mit dem Rock'n'Roll-Traum noch mal? Fünf junge Freunde mit cooler Kleidung gründen eine Band, lassen sich die Haare wachsen, schreiben ein paar Songs und werden über Nacht berühmt.
Neben all den überproduzierten Limp Bizkits beleben die Strokes eine fast vergessene Tugend: Sie wirken authentisch. Die Band aus dem Proberaum gegenüber. Die Rückkehr des Rock'n'Roll, wie wir ihn uns immer vorgestellt haben.
Arne David
> Alle Beiträge von Arne David
Weitere CDs von The Strokes:
> First Impressions Of Earth > Is This It
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