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CD-Review The Nomads Big Sound 2000   CD-Review ::: The Nomads - Big Sound 2000

Review The Nomads - Big Sound 2000  
Review

The Nomads
Big Sound 2000
White Jazz / Zomba Records

Garage-Rock / SkanPower
 
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Die Nomads sind alt. Auch auf ihren letzten Alben waren sie schon alt, und das fing mit "Sonically Speaking" von 1991 an. Schön und gut war das Album immer noch - aber im Vergleich zu den Zeiten, da The Nomads noch Rock-Geschichte schrieben, ist dieses Album nur so gut, daß es zwar immer noch in meiner Sammlung steht, aber mindestens vier Jahre lang nicht mehr gehört wurde.
Doch heute ist alles anders. The Nomads haben ein neues Album, auf White Jazz, dem Label, das neben Bad Afro die größte Kompetenz in Sachen SkandinaviaRock hat. "Big Sound 2000" ist das grüne Stück betitelt. Das ist soweit schon gut. The Nomads waren Mitte der Achtziger richtig groß, und die Jungs waren praktisch die erste schwedische Band, die auf dem gleichen Stellenwert rangierte, wie die großen Ami-Bands der Zeit (Fuzztones, Wipers und Green On Red). Es ist ehrenwert von White Jazz, die "Großen Alten Herren" der SkanPower wieder ans Tageslicht zu befördern - aber sollte "Big Sound 2000" an Meisterwerken wie "Where The Wolf Bane Blooms" gemessen werden, so würde eine Bewertung recht katastrophal ausfallen müssen.
Doch heute ist alles anders. The Nomads haben gerade ein Album veröffentlicht und wer kennt die Band überhaupt noch? Die alten Fans sind weggestorben und die neuen scheißen (zum Glück) auf Geschichte. "Big Sound 2000" eröffnet mit einem satten, flotten Mid-Tempo-Stück gefolgt vom heimlichen Titelsong "Ain't Yet Dead" - einem feist fuzzigen Sixties-Rocker. Es ist wahr, The Nomads sind weder tot noch riechen sie besonders streng. Ihr Garage-Rock gut abgehangen und authentisch. Die Jungs können sich ihrer Geschichte nicht erwehren - sauber gemachter Achtziger-Stoff. Das neue Zeug knüpft nahtlos an "Hardware", "All Wrecked Up" und "Sonically Speaking" an und ist schön und gut. Mit dem, was ein Cramps-Fan der ersten Stunde 1984 an The Nomads liebte, hat dieses Album so viel zu tun, wie der erste Landschulaufenthalt mit einem sehr gut organisierten 20-jährigen Klassentreffen. Dieser Spaß mit den alten Bekannten schmeckt nett - aber schal.
 
Captain Steve Morbeat
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