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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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  37.9% |
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  17.2% |
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CD-Review ::: The Go-Betweens - Bright Yellow Bright Orange |
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Dem Rezensenten stellte sich die Frage, warum ihm, trotz langjähriger, intensiver Begleitung des nationalen und internationalen Musikgeschehens, die Musik der Go-Betweens bisher verborgen geblieben war. Der Namen war doch bekannt, dennoch kannte er keinen einzigen Song der Australier. Und nun kam auch noch die Nachricht, dass "Bright Yellow Bright Orange" deren achtes Album war. Der sich bis dahin wissend wähnende Schreiberling trieb auf eine ausgemachte Krise zu. Aber dann...
Die Scheibe beginnt im Player zu rotieren, die ersten naiven Akustikgitarrentöne erklingen, dann setzen auf poppigste Art Bass und Schlagzeug ein, und bevor die beiden Singer und Songwriter Robert Foster und Grant McLennan das erste Mal "And Caroline & I / knew how you’d feel" singen können, schleicht sich ein Lächeln zwischen die überraschten Ohren. Die Scheibe dreht sich von da an häufig in eben erwähntem Gerät, und der physisch anwesende Hörer darf immer wieder feststellen, dass er 1. höchstens die Hälfte der Platte mitbekommen hat, dass er 2. dabei gute Laune bekam, und dass 3. die 39 Minuten flugs vorüber waren.
Eine mögliche Antwort auf die Eingangsfrage scheint die kurvige Bandhistorie geben zu können. Die Australier Robert Foster und Grant McLennan lernten sich bereits 1978 kennen und starteten 1981 mit "Send Me A Lullaby" offiziell ihre musikalische Laufbahn. Bis 1988 ließen sie fünf Alben folgen, legten dann eine kleine Pause von 12 Jahren ein, und läuteten 2000 mit "The Friends Of Rachel Worth" ihr Comeback ein.
Abgesehen davon ist die Musik des Duos so unspektakulär, wie wenig innovativ. Die Gitarren plätschern so dahin, während sich die Gesangsmelodien nur so durch den Raum schmeicheln. Es erscheint nicht zwingend notwendig, sich intensiv mit den vorherrschenden Klängen zu beschäftigen. Aber das ist vielleicht auch die Stärke dieser zehn gelungenen Popsongs. Sie sind einfach da, und wenn man mal genauer hinhört, fällen einem auch die Melodiegitarre im Country-Gewand oder andere Kleinigkeiten auf, so dass man sich wieder lächelnd seiner unterbrochenen Tätigkeit zuwenden kann. In ihrer Einfachheit sind die Go-Betweens weder einfallslos noch banal. Ihre Musik lebt dabei von professionellem und gefühlvollem Arrangement.
Ulf Kneiding
> Alle Beiträge von Ulf Kneiding
Weitere CDs von The Go-Betweens:
> The Friends Of Rachel Worth
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