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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: The Go-Betweens - The Friends Of Rachel Worth |
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Die australischen Go-Betweens als Helden meiner Jugend zu bezeichnen wäre eine glatte Lüge. Als ich anfing ihre Musik zu hören und zu schätzen lernte, waren sie längst Geschichte (dachte ich), eine von vielen großartigen Achtziger-Bands, für die ich ein wenig zu spät dran war. Alte Helden sind sie dennoch, auch für mich, denn für Platten wie "Liberty Belle" oder "Tallulah" ist es nie zu spät. Umso schöner, dass sie uns nach zwölf Jahren mit einer neuen Platte überraschen.
Nicht, dass sie jemals ganz verschwunden wären: Nach sechs Alben und dem Split 1988 hegten und pflegten Robert Forster und Grant McLellan, die beiden kongenialen Songwriter der Band, ihre Solo-Karrieren, ohne Gefahr zu laufen, als alternde Rockstars zu enden.
Aber zusammen geht's anscheinend doch am besten, das haben schon ganz andere feststellen müssen. Und nach einigen gemeinsamen Auftritten sind sie nun also wieder da, als Go-Betweens, wenn auch ohne Lindy Morrison, ihrer langjährigen Schlagzeugerin. Und viel verlernt haben sie nicht. Forster und McLellan verstehen es nach wie vor, einfach strukturierte Songs und kluge Liebeslyrik in gute Popmusik umzusetzen. Und mit "Going Blind" ist ein Hit in der Tradition von "Streets Of Your Town" dabei.
Die Go-Betweens haben sich mit "The Friends of Rachel Worth" weder neu erfunden, noch haben sie ein bemüht-peinliches Alterswerk vorgelegt. In Würde gealtert könnte man sagen, und das ist nicht bösartig gemeint. Eine rundum angenehme Platte.
Olaf Bentkämper
> Alle Beiträge von Olaf Bentkämper
Weitere CDs von The Go-Betweens:
> Bright Yellow Bright Orange
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