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CD-Review The Beatles Love   CD-Review ::: The Beatles - Love

Review The Beatles - Love  
Review

The Beatles
Love
EMI
erschienen im November 2006

 
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Bandpage
A Hard Day's Write (Buch)
Warum spielst du Imagine nicht auf dem weißen Klavier, John (Buch)

Vor vielen Jahren gab es bei "Wetten, Dass...?" mal einen Kandidaten, der zehn gleichzeitig abgespielte Beatles-Lieder erkennen konnte. Das kann George Martin bestimmt auch, schließlich hat er die Beatles im Studio begleitet und manch extravaganten Wunsch der Liverpooler selbst umgesetzt. Nun hat sich Martin nochmal mit den Fab Four beschäftigt. Mit Hilfe seines Sohnes hat er ihre Aufnahmen digital überspielt, sie in die einzelnen Spuren zerlegt und neu zusammengesetzt. "Love" hat er das Ergebnis genannt, und das ist naheliegend, handelt es sich doch um den zentralen Begriff im textlichen Schaffen der Beatles.

Das Album beginnt minimalistisch mit dem Song "Because", den Martin auf den wunderbaren Gesang reduziert hat; nur ein bisschen Vogelgezwitscher hat er untergemischt. Dann aber beginnt das lustige Beatles-Potpourri. Ist das nicht das Schlagzeug-Intro von "The End"? War das nicht der Anfangsakkord von "Hard Days Night"? Hört man da eine jubelnde Menge? Sind das nicht die Orchestergeräusche aus "A Day In A Life"? Und woher kommt diese Gitarre noch gleich? Nach dreißig Sekunden dann mündet das Anfangs-Puzzle in "Get Back" und es wird erstmal nicht mehr ganz so abenteuerlich zusammengemischt. Auf diese Weise allerdings geht es über eine Stunde weiter. Martin verwurstet zahllose Beatles-Lieder, die meisten aus der Hippie-Spätphase, schneidet sie aneinander, lässt manches weg und fügt einzelne Instrumente oder Geräusche in andere Lieder ein. Die Übergange und Überblendungen funktionieren gut, nur selten klingen die Cuts künstlich. Störend wirkt allerdings, dass die Aufnahmen durch Martins Zutun kälter und digitaler klingen.

Das ist aber nicht so schlimm. Denn viel Lust, sich "Love" mehrfach anzuhören, hat man sowieso nicht. Auch wenn das Verfahren technisch funktioniert, ist es künstlerisch ziemlicher Quatsch. Die zerrupften und gemischten Beatles-Teile bilden kein neues Ganzes, sondern klingen wie eine Bastelei. Die hat Martin bestimmt Spaß gemacht, bringt den Zuhörer aber nur zu einer recht nahe liegenden Einsicht: Bei den Beatles war schon alles genau da, wo es hingehört. Punkt. Wer allerdings Lust hat, mal die "Wetten, Dass...?"-Nummer zu Hause zu probieren, wird an "Love" seinen Spaß haben.
 
Arne David
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Weitere CDs von The Beatles:
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