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CD-Review The Ark State Of The Ark   CD-Review ::: The Ark - State Of The Ark

Review The Ark - State Of The Ark  
Review

The Ark
State Of The Ark
EMI
erschienen im April 2005
Glam-Rock
 
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Das Leben ist ein Theater - aber auf der Bühne muss es rocken, und zwar möglichst wie damals in den Siebzigern, als sich massenkompatible Selbstdarsteller wie Freddie Mercury, David Bowie, Marc Bolan oder Tim Curry als Frank N. Furter in der "Rocky Horror Picture Show" in quietschbunter Dramatik und ironischer Eigenverliebtheit in den Weltraum überhöhten. Genau in diesen Sphären versuchen sich auch wieder einmal The Ark mit ihrem neuen Album "State Of The Ark". Der aktuelle Zustand der schon seit 1991 umtriebigen Schweden ist immer noch der Rückblick: Der 70ies-Sound des Glam-Rock, durchzogen mit Pop-Harmonien, gewürzt mit einer gehörigen Prise Hard Rock, einer Clash-Reminiszenz ("Girl, You're Gonna Get'em (Real Soon)"), eine elegisch-ergreifende Ballade ("No End") - das präsentieren The Ark wie zurzeit keine zweite Band. Sie sind selbst so hoch gelobten Rock-Neuankömmlingen wie Franz Ferdinand oder The Killers, die auch gern mal 30 Jahre zurückblicken, zumindest darin voraus, dass sie ihren Songs mehr Struktur verleihen und den Hang nicht nur zum zwingenden Riff, sondern auch zur großen Mitsing- und Ohrwurm-Melodie haben. Das gelingt zwar nicht immer, die Songs sind aber dennoch meist mit so viel Enthusiasmus gefüllt, dass die kompositorischen Schwächen locker verdeckt werden.
Das liegt vor allem an Sänger und Schreiber Ola Salo, dessen Stimme zwar nicht die Wucht eines Freddie Mercury entfaltet, aber in jedem Ton mitteilt, wie sehr er leidet, liebt und lebt. Der Sound der elf Titel, der seinen Gesang einbettet, ist dabei weniger ausgefranst geraten als beim Vorgänger "In Lust We Trust". Bass und Drums sind viel pointierter produziert, und die Gitarren klingen zielgenauer und rhythmischer. Eben wie in den Siebzigern, dabei aber mit der geballten glasklaren Wucht moderner Produktionen.
Und damit zielen The Ark gleichermaßen auf den unteren Bewegungsapparat und alle Adrenalinausstoß-Stellen. Und sie treffen präzise auf den Punkt, genau wie auf ihren bisherigen Alben - und hoffentlich den folgenden.
 
Thorsten Schatz
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Weitere CDs von The Ark:
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