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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: The Andronechron Incident - O.S.T. (performed by Black Lung & Xingu Hill) |
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Ein eiförmiges Objekt schwimmt auf dem offenen Ozean rum. Grade eben wachsen deinem Frühstück mechanische Arme, Beine und weitere Extremitäten. Diese absurde, in dunkelroter Färbung abgefilmte Szenerie entstammt dem surrealen Sci-Fi-Thriller "The Andronechron Incident", einer Produktion, die es allerdings nie über die Grenzen ihrer italienischen Heimat hinaus geschafft hat.
Nun liegt auf dem deutschen Label für ausgewählte elektronische Klangforschung, Ant-Zen, der vom australischen Industrial-Veteranen Black Lung (David Thrussell) und vom hyperproduktiven belgischen Experimental-Elektroniker Xingu Hill (John Sellekaers) in Kooperation ausgetüftelte Soundtrack dazu in Albumform vor (nach einer 10", die bereits vor zwei Jahren erschienen ist). Und obwohl er den Film noch nie gesehen hat, kann sich ihr verehrter Rezensent anhand der hier aufgebauten Klanglandschaften schon ein Bild machen und ja: ich habe Angst.
Das kolportierte Stimmungsbild ist dunkelblau bis tiefschwarz, die beiden Soundbastler deklinieren sich querbeet durch die Versatzstücke der elektronischen Musikgeschichte, stellen dabei komplexe Breakbeats, finistre Soundarchitekturen, meditative Pianominiaturen und technoide Bleeps n’ Blongs auf verstörende Weise neben- und übereinander. Und dann taucht bei "With A Tongue Of Madness" auch noch diese manische Stimme auf und erzählt, richtig, mit der Zunge des Wahnsinns vom Verbrechen der modernen Medizin. Sehr strange, sehr betörend und vor allem sehr beunruhigend ist das unter allen Umständen.
Christoph Prenner / evolver.at
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