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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Terry Lee Brown Jr - Chocolate Chords |
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In jedem Bereich der populären Musik gibt es sie: die Traditionsbewussten, die sich von schnellebigen Trends unbeeinflusst darum bemühen, ein Genre zu optimieren. Terry Lee Brown Junior ist einer von ihnen, und er pflegt mit seiner zweiten Veröffentlichung die Housemusik. Die Klänge verweisen auf Chicago, wo der Ursprung der Housemusik liegen soll, und auch sein Name hat etwas amerikanisches. Da ist dann die Verblüffung nicht gering, wenn man erfährt, dass Terry eigentlich Norman Feller heisst, Rave- und Technoerfahrungen schon in den 80ern gesammelt hat und in Darmstadt wohnt.
Die nun vorliegende Platte ist die Fortsetzung des 96er-Debüts "Brother For Real". Damals war die Begeisterung gross und die Erwartungen gegenüber dem Nachfolgewerk dementsprechend. Herausgekommen ist ein in sich geschlossenes klangliches Gesamtwerk. Vorherrschend ist die taktgebende Bass, lässt aber genug Platz für Flächensounds und diverse Loops. Mal hart und mal entspannt kommen die Kompositionen daher, die schon erkennbar in Richtung Mengengeschmack tendieren. Dass es für Terry Lee aber nicht nur um das eine geht, wird bei Titeln wie "Let's Jazz" oder der Single-Auskopplung "The Music" klar.
Eine Platte für den Club und für zu Hause, mit einer ganz eigenen Atmosphäre - vor allem dank der Soundvorlieben des Komponisten. "Chocolate Chords" wird nicht nur den Freaks zusagen, liegt sie doch im Trend elektronischen Easy Listenings, ist nicht zu anstrengend und fordert mit ihrem Groove auch zur Bewegung auf.
Ulf Kneiding
> Alle Beiträge von Ulf Kneiding
Weitere CDs von Terry Lee Brown Jr:
> From Dub Til Dawn
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