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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Teeth Of Lions Rule The Divine - Rampton |
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Dies ist keine CD für ungeduldige Menschen! Das sei vorweg gesagt. Die nur mit drei Tracks bestückte "Rampton" von Teeth Of Lions Rule The Divine beginnt mit einem Knistersound wie auf einer alten Schallplatte. Dann fährt langsam der Sound der sehr tief gestimmten Gitarren hoch. Ganz langsam wickelt sich ein immer dicker werdender Teppich, aus tiefen Frequenzen gewebt, um einen. Dazu das in unregelmäßigen Intervallen hämmernde Schlagzeug, dessen Klang den Teppich sofort in eine große düstere Kirche rollt.
Irgendwie fühlt man sich bei dem Intro wie eine gerade aus einem sterbenden Körper entwichene Seele, die, obgleich schon komplett von der Macht des Teufels umgeben, bei jedem Schlagzeugeinsatz immer noch aufs Neue versucht, sich dagegen zu wehren, dass sie in die Hölle und nicht in den Himmel kommt.
Nachdem das Tempo auf den letzten Metern immer schneller wird, ist die arme Seele nach knapp 9 Minuten (endlich) in der Hölle angekommen:
Ab diesem Punkt setzt dann auch der qualvolle, aber zugleich auch aggressive Gesang ein. Der Gesang erscheint wie die Stimme der Seele, die von den Schrecken der Hölle spricht.
Anscheinend gibt es viel Schrecken in der Hölle, denn die Erzählung dauert fast eine halbe Stunde. Am Ende des ersten Songs, der ein mit 3 bis 4 Minuten relativ kurzes Outro hat, klingen die wegfadenden Gitarren noch wie die in der ewigen Höllenglut dumpf erklingenden Leidgesänge der verlorenen Seele.
Der zweite Song, "New Pants & Shirt" scheint mit 7 Minuten dagegen wirklich recht kurz. Nummer drei ist dann immerhin doch wieder knapp 18 Minuten lang. Song 2 und 3 sind eigentlich nicht mehr als eine Fortsetzung von Song 1. Man hätte die 3 Songs auch gut in einem Stück auf die CD packen können. Aber ich finde es eigentlich ganz gut, dass die Stimmung des Albums nicht plötzlich umschlägt.
Die Nummern von Teeth Of Lions Rule The Divine erfüllen trotz ihrer Länge eher die Devise I Can’t Get You Out Of My Head als so mancher australischer Chart Hit mit angeblich absolut radiotauglicher Länge. Zusammen kommt man also doch auf satte 55 Minuten: Albumlänge!
Nicht nur satt, sondern ganz heftig und für meine Erfahrungswerte außergewöhnlich ist das, was Justin Greaves (Iron MonkeyHard To Swallow), Greg Anderson (Sunn 0))); Goatsnake; Thorr’s Hammer), Lee Dorrian (Cathedral; Napalm Death) und Stephen O’Malley (Khanate; Sunn 0))); Burning Witch) da vorgelegt haben. Ein wirklich geniales Album, wenn man mal ‚ne Stunde Zeit hat um einen zu rauchen, das Licht auszumachen und sich schon mal auf den Tag des jüngsten Gerichts vorzubereiten!
Florian van de Wauw
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