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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Tarika - Son Egal |
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Tarikas Musik ist stark geprägt von der Marovany, ein der Zither ähnliches Instrument, das jedoch auf beiden Seiten bespannt ist. Es wird mit der Stirnseite vor den Bauch geschnallt, beidseitig gezupft und das meist in flottem, fröhlichem Rhythmus. Dazu passend, teils unisono kommen die Worte, der Gesang. Der Klang von Gesang und Instrument vermittelt viel Lebensfreude - kein Wunder bei solch einer zauberhaften Insel.
Madagaskar - andererseits auch so ziemlich das ärmste Land auf dieser Kugel, und der Titel der CD deutet auch nicht nur auf Sonnenschein hin. Son Egal bedeutet Senegal und den Kindern in Madagaskar wird mit dem "schwarzen Mann" = Senegalesen (die Senegalesen haben eine sehr schwarze, deutlich dunklere Hautfarbe, als die Madegassen) gedroht. Der Ursprung liegt in der französischen Kolonialzeit, denn die Franzosen bildeten Senegalesen als Soldaten aus und schickten sie nach Madagaskar, um gegen das dortige Volk zu kämpfen. Davon ist in den Stücken "Sonegaly" und "Rafrancois" zu hören.
Hanitra ist die Bandleaderin von Tarika. Mit dieser CD legt sie ein sowohl ursprüngliches Werk, wie auch die Verbindung zur modernen ethnischen Musik vor. Die Saiteninstrumente sind auf traditioneller Basis gebaut, jedoch elektronisch modifiziert. "Vavaka", ein reines A-Capella-Stück, unterstreicht die phantastische Gesangskunst der Band, sowie der madegassischen Kultur. Gesang scheint in Madagaskar ebenso ein Teil des täglichen Lebens zu sein, wie das Essen und Trinken.
Ob zum Zuhören, Tanzen oder auch zur Information über Madagaskar und seine Kultur - ein gelungenes Werk.
Uli Armbruster
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