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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Tara Jane O'Neil - You Sound, Reflect |
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Gerne erzählte Tara Jane O'Neil jedem, der es wissen will, dass sie - obwohl vom Punkrock kommend - am liebsten Joni Mitchell mag. Hört man sich nun die drei ersten Songs ihres neuen Albums "You Sound, Reflect" an, scheint die 31-jährige aus Louisville / Kentucky tatsächlich nicht mehr viel mit Noise, Avantgarde und Electronics am Hut zu haben. Der brillante Auftakt, "Take The Waking", das melodische "Howl" und das fragile "Poisoned Wine" sind Stoff, der Singer-/Songwriter-Herzen höher schlagen lässt.
Doch danach endet der Wohlklang abrupt. Lediglich einmal unterbrochen vom akustischen "Without Push" reiht O'Neil die schwer verdaulichen semi-avantgardistischen "Love Song Long" und "Famous Yellow Belly", das eine Minute kurze Intermezzo "Tracer", die nur unmerklich längeren Instrumentalstücke "I Call You" und "Ours Soared" sowie die düstere Rock-Nummer "Snapshot" aneinander.
"You Sound, Reflect" endet mit zurückhaltendem Folk wie es begann. Das mit Gitarre, Violine und TJ O'Neils warmer Stimme herrlich inszenierte "Known Perils", sowie das Instrumental "Tea Is Better Than Poison" lassen einen Hörer zurück, der gespannt seine dürfte, was diese vielseitige Künstlerin nach diesem Übergangsalbum noch alles aus dem Ärmel schütteln wird.
Christof Herrmann
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