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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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| Berlin |
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  37.9% |
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| eine andere |
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  20.7% |
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| Hamburg |
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  17.2% |
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| Köln |
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  17.2% |
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| München |
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  6.9% |
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CD-Review ::: Susi Hyldgaard - Blush |
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Beth Gibbons. Fangen wir also zunächst mit den Vergleichen an. So läuft das Spiel nun mal. Von Joni Mitchell ist allenthalben zu lesen, von Cassandra Wilson oder gar Björk. Dann steuere ich also eben Beth Gibbons zum Namedropping bei. Und auch sonst höre ich mich bisweilen an Portishead erinnert. Von mir im übrigen sehr verehrte Trip-Hop-Epigonen, und somit geht das an dieser Stelle völlig in Ordnung. Je eigenwilliger jemand spielt, singt oder ist, um so mehr wird über Vergleiche versucht, diese Eigenwilligkeit doch noch zu verschubladen. Was man auch getrost bleiben lassen kann. Denn um das Zugeständnis von Eigenheit kommt man ja letztlich doch nicht herum. Es hilft also nichts. Wenn schon Schubladen bemüht werden (und was sind vergleichende Namen nichts anderes als genau das?), dann muss eben eine neue her: Susi Hyldgaard.
Sie lebt in der großen Stadt. Mit einem Weinhändler in Ehe verbunden. Das ruft schon Assoziationen von langer Reife und edler Qualität hervor. Ihre Tochter ist acht Jahre alt. Dieses Album ist ihr viertes. Musik hört sie selbst kaum. Susi Hyldgaard: Komponistin, Multi-Instrumentalistin, Vokalistin, Dänin. In ihr nur eine Sängerin zu sehen, wird ihrer Stimme nicht gerecht. Und diese Stimme nur wandelbar zu nennen, wäre bei weitem zu einfach. Sie lotet aus, zieht alle ihr möglichen Register. Von gehauchtem fast noch Sprechgesang bis zu intensivstem Laut. Nur diese Stimme schon ist die Musik. Begleitet von sich selbst, von Keyboard-Loops, Besenschlagzeug und Akkordeon. In einem Stück von 16 Streichern.
Susi Hyldgaard sagt selbst, dass sie ein möglichst einfaches Album machen wollte. Mit so wenig Instrumenten wie möglich und wenig beat(s). Mit "Blush" ist ihr das gelungen. Es ist insgesamt fast minimalistisch, aber keineswegs spärlich. Nahezu mathematisch exakt, aber nie kalt. Elektronisch geprägt und dennoch von einhüllender Wärme. Hypnotisch dicht. Jazz. Ambient. Folk.
Welchen Wert haben schon musikalische Schubladen?
Ärnst Stänkowskie
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