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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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  37.9% |
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  17.2% |
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CD-Review ::: Susan McKeown - Bushes & Briars |
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Jeder Sound-Junkie kennt das: Da bekommt man irgendwie eine Scheibe in die Hand, legt mal eben auf und schon ist es passiert. Man ist rein zufällig auf das ultimative Suchtmittel gestoßen, summt den ganzen Tag Melodien, die sich wie von selbst immer wieder in den Vordergrund schieben. Kaum wieder zu Hause kommt der kleine Silberling sofort in den Player, man fängt an die Texte zu lesen und singt mit.
Susan McKeown gehört fast überdeutlich in diese Kategorie. Mit klarem Alt gräbt sie alte und zum Teil bekannte Melodien aus, sucht aus gälischen und englischen Texten die interessantesten Stellen aus und verpaßt den Traditionals ein sanft runderneuertes Gewand. Eindringlich im Solo oder beschwingt locker geraten der Irin dabei zumindest zwei Stücke zum absoluten Hit: "In London So Fair", die Ballade einer jungen Liebe, die durch die Seefahrt getrennt wird und durch die See und mit mutigem Einsatz wieder zusammenfindet, ist gleichzeitig Märchen und tanzbare Perle. Und der schon durch Clannad bekannte Titel "A Mháire Bhruineall" bezaubert mit Melodie und unauffälligem Volksfest-Charakter.
Dazwischen wird es stiller, sparsamer arrangiert, oft singt sie nur minimalistisch von Flöten, Gitarre oder Bhodran unterlegt. Der Wiedererkennungswert findet sich allerdings nicht nur in der Stimme. Immer deutlicher werden in den letzten ein, zwei Jahren auch weltmusikalische Stimmen im traditionellen gälischen Folk laut. Neben seltenen Dudelsäcken, Violinen, Tin-Whistles und der rhythmischen Mandoline kommen häufige Tablas und viel Percussion zu Wort, Akira Satake bringt sein Mandocello ein und Tuba und Bassoon bringen zusätzliche Farben.
Mit "Bushes & Briars" zeigt Susan McKeown sich in einer Reihe mit den eben nicht mehr ganz so traditionellen Loreena McKennit und Stellamara, verbannt die Folk-Pop-Dinosaurier Clannad oder die elektronischen Dead Can Dance auf die Ränge und zeigt sich eine Generation nach Geraldine MacGowan als die große Stimme Irlands im neuen Folk.
Dirk Jessewitsch
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