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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Supergrass - In It For The Money |
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Wo sich zur Brit-Pop-Blüte viele Bandnamen im Blätterwald tummeln durften/mussten, gehörten Supergrass mit ihrem Debüt "I Should Coco" schon eher zur Spitzengruppe, neben Blur und Oasis, natürlich, und als Suede schon lange wieder bankrott waren.
Auf ihrem zweiten Album "In It For The Money" haben Supergrass scheinbar wieder alles richtig gemacht. Innerhalb ihres musikalischen Universums, versteht sich. Die neue Scheibe bringt uns mehr Rock als Pop, der Retro-Kontext bleibt unverändert. Supergrass verbeugen sich deutlich und lange vor alten Helden wie den Kinks, Who, Beatles und Stones. Vor allem die Beatles-Lastigkeit bei vielen aktuellen britischen Bands wirkt ziemlich beunruhigend. Da sollten sich Scully und Moulder mal drum kümmern, mit rechten Dingen geht das nicht zu.
"In It For The Money" bietet ein gut Teil "one two three"-Rock, an den übliche Stellen von manchmal zu weit ausladenden, überdesignten Breaks unterbrochen, doch im Ganzen sehr frisch und lebendig. Nette Schröngel-Gitarren, manchmal psychedelic, eher punkig als poppig gefärbt. Ein Album ohne echte Ballade, nur "Hollow Little Reign" wäre ein schöner Urlaubstrack für einen Abend am Strand, den Kopf schon halbvoll Rotwein...
After all, natürlich klingen Supergrass britisch, da kommt man nicht drum rum, aber wie sollen sie auch klingen - sie sind Briten, keine Franzosen. Keine Platte, auf die die Welt gewartet hätte, aber ganz in Ordnung. Interessierte hören sich im Laden "Richard III", "G-Song" (!) und "Sun Hits the Sky" an.
Robert Schmidt
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