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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Stereo Total - Musique Automatique |
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Zwei Menschen mit den interessanten Namen Francoise Cactus und Brezel Göring könnten vermuten lassen, dass hier zwei Heroen der Neuen Deutschen Welle noch immer aktiv oder schon wieder auferstanden sind. Und wirklich, die beiden Stereo Total-Protagonisten leugnen ihre musikalischen Roots nicht: "In den frühen Achtzigern waren wir Teenager, das prägt natürlich für den Rest des Lebens." Francoise singt naiv mit "frongzösische Akzong" in deutscher, oder auch ihrer Muttersprache, schräge, wahlweise phantasievolle Songs wie "Liebe Zu Dritt", "Tanzen Im 4-Eck" oder den Brigitte Bardot-Klassiker "Le Diable", bei denen sich selbstverständlich überhaupt nichts reimen darf. Dazu minimalisiert Brezel an einer Art neuer deutscher Schlagermusik herum, die stark mit elektronischen Klängen durchsetzt ist. Erinnert an die Beat-Ära, spielt andererseits aber auch mit Reminiszenzen an französische und italienische Schlager der 50er und 60er-Jahre - und überholt Kitsch und Retro im Vorbeigehen. Fazit: Stereo Total bleiben ihren Chanson- und Disco-Trash-Wurzeln treu und proben dennoch eine Art Neuanfang. Weg vom garagigen Lo-Fi-Sound und hin zum mächtigen Studioklang. Glücklicherweise verschiebt sich darüber das Songwriting nicht in den Hintergrund, sondern wirkt bei "Musique Automatique" sogar noch ein bisschen ausgereifter juvenil.
Inga Stumpf
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Weitere CDs von Stereo Total:
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