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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Sonnit - Popgun |
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Die Achtziger sind schwer im Aufwind, und so dürfen junge Bands heute wieder ungestraft Depeche Mode und New Order als Vorbilder angeben. Oder ihr Debüt-Album, wie Sonnit, gar von jemandem produzieren lassen, der auch schon mit A-HA gearbeitet hat. Und das offen zugeben.
Das Braunschweiger Quintett jedenfalls macht Mainstream-Pop mit großen Melodien und zumeist melancholischer Grund-Atmosphäre, produziert mit viel technischen Beigaben.
Das klingt zunächst wenig originell, aber was Sonnit interessant werden lässt, ist zum einen, dass sie intelligent und gekonnt spielen, und zum anderen Sänger Alexander Struck, der mal so glasklar klingt wie eben A-HA, mal aber auch, wie bei "Stay", an Brett Anderson von Suede erinnert.
Überhaupt lässt "Popgun" eine Menge Assoziationen durch die Popgeschichte zu: Neben obengenannten auch Tears For Fears oder Fury In The Slaughterhouse, mit denen Sonnit unlängst auch auf Tour waren. Dabei erscheinen die Songs des Albums allerdings nie als bloße Kopien, denn dafür ist die Musik zu souverän und eigenständig gemacht. Was sich besonders nach mehrmaligem Hören zeigt, denn Songs wie "Parties" oder die Single "Heaven Is Close" haben den gewünschten Ohrwurmcharakter.
Sonnit schaffen es auf ihrem Debüt, einige der angenehmeren Aspekte der Achtziger wieder hervorzuholen und zu ihrem eigenen Sound zu entwickeln. Und haben dabei ein für Freunde der radiotauglichen Musik außerordentlich hörenswertes Album gemacht.
Arne David
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