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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Soma - Stygian Vistas |
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Soma sind David Thrussel und Pieter Bourke aus Australien. Thrussel ist bekannt durch seine Arbeit mit Black Lung und Snog, oder als Remixer von Muslimgauze. Der Keyboarder und Perkussionist Bourke dürfte sich durch seine Zusammenarbeit mit Lisa Gerard, Dead Can Dance oder Eden einen Namen gemacht haben.
Vor zwei Jahren ('95) haben die beiden mit ihrem Debüt-Album "Hollow Earth" international Aufsehen erregt. Nach "The Inner Cinema" legen sie jetzt mit "Stygian Vistas" eine weitere EP nach. Sie enthält vier neue Songs und vier Remixe, unter anderem von Fetisch Park und Nonplace Urban Field.
Die Musik von Soma ist wie ein Film, der im Kopf des Hörers stattfindet. Ein Soundtrack zu einem Western, der in Mexiko spielt. Man kann die Einsamkeit und die Weite der Prärie förmlich fühlen. Cowboys, die wie in Trance von einem Duell zum nächsten wandern. Einsame Nächte am Lagerfeuer. Scheuende Pferde. Solche Bilder suggeriert diese CD mit ihren "Einsame-Männer-in-unendlicher-Weite"-Gitarren-Melodien und ihren weitläufigen Synthesizer-Atmosphären. Vielleicht der neue Soundtrack zu Jim Jarmusch's "Dead Man"?
Absolut gelungen, zum Abheben und Wegfliegen. Zeitgemäße, tanzbare, elektronische Musik, die Tiefe besitzt, und jede modische Erscheinung überleben wird.
Ralf Haarmann
> Alle Beiträge von Ralf Haarmann
Weitere CDs von Soma:
> The Inner Cinema
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