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CD-Review Siro Torbens Meal   CD-Review ::: Siro - Torbens Meal

Review Siro - Torbens Meal  
Review

Siro
Torbens Meal
notafalsa
erschienen im Juni 2008
Indie
 
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Bandpage

Kater Torben liegt zusammengerollt unter dem Ofen. Da bemerkt er ein flaues Gefühl in seinem Magen: "Oh, ich habe ja Hunger!" Torben räkelt und streckt sich - und schaut vorsichtig unter dem Ofen hervor. Es ist niemand in der Küche - langsam bewegt er sich vorwärts und springt auf den Fenstersims. Er schaut nach draußen. Vielleicht läuft dort ja ein kleines Mäuschen umher? Torben schleicht sich aus dem Haus und die Jagd kann beginnen...

So in etwa beginnt die Geschichte "Torbens Meal" von Siro. Auf ihrem Album erzählen sie von Torben und davon, wie er sich sein Abendmahl beschafft - da das Werk aber weitestgehend ohne Vocals auskommt, bleibt es dem Hörer überlassen, die Geschichte des Katers anhand von Titeln und durch die Musik hervorgerufene Assoziationen selbst zusammen zu bauen.

Und so, wie Torben durch die Nacht läuft, schicken Siro den Zuhörer auf eine Reise durch die verschiedensten Musikstile: Erinnert die Musik anfangs noch ein wenig an Metal-Bands wie Metallica, schleichen sich nach und nach andere Einflüsse in die Musik - man fühlt sich erinnert an John Zorns Naked City, oder an verschiedene Projekte von Mike Patton - von Mr. Bungle bis Maldoror. Hier und da flackert ein wenig Jazz durch die harten Gitarren, oder ein paar Geräusche drängen sich in den Vordergrund, die auch von einer Industrial Band wie Throbbing Gristle oder SPK hätten stammen können.

Bewundernswert ist der Ideenreichtum, mit dem Siro die Geschichte umsetzt - manchmal hat man allerdings auch das Gefühl, dass zu großer Wert auf musikalische Einfälle und Spieltechniken gelegt wird und der Sound dadurch stellenweise ein wenig kalt wirkt. Insgesamt hinterlässt "Torbens Meal" aber trotzdem einen durchweg guten Eindruck.
 
Kai Prager
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