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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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  37.9% |
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| eine andere |
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  20.7% |
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  17.2% |
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CD-Review ::: Seabound - No Sleep Demon |
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Schon die Vorabsingle ging durch Mark und Bein: eine düster flüsternde Stimme "every day I travel", dazu vorantreibende elektronische Beats, futuristische Space-Samples und ein eingängiger Refrain, der nur unfreiwillig den Gehörgang wieder verließ. Seabound versprachen also Großes und jedem Pessimisten und Eintagsfliegen-Kritiker zum Trotz geizt das mittlerweile erschienene Full Lenght Album nicht mit den angekündigten Reizen. Das Duo Vorbrodt und Spinath versteht es, gemeinsam mit keinem Geringeren als Eskil Simonsson (von Convenant) als Produzenten eine Future-Pop-Perle zu zaubern, die man sicherlich als Genre-Highlight bezeichnen kann. Mal klingen Seabound dunkel und mystisch ("Coward"), dann wieder lässig poppig ("Hooked"), stets schwingt in dem inspirierten Sound jedoch eine gehörige Portion 80's-Wave-Charme und Ambient-Attitüde mit. Dank harter Beats und schneller Rhythmen eignet sich "No Sleep Demon" hervorragend als Soundtrack für eine schwarzszenige Diskonacht, ohne dabei zu einem primitiven Tanzflächenfüller zu mutieren. Mit chilligen instrumentalen und balladesken Tracks kann das Album jedoch auch bei heimischen Aktivitäten überzeugen. Teils depressive Texte mit unabsprechlichen suizidentalen Tendenzen ("I just can't hear myself, there's a noise in my head. By the time you get this message there will me silence."), die von bitterschweren, schleppenden Melodieparts unterstrichen werden, lassen zwar auf einen tragischen Ausgang schließen, doch nach 47 Minuten Seabound gibt's ein Happy End. Hier wurde nicht nur versucht, sondern das Ziel erreicht: Ein Newcomer-Einstand, wie er hätte kaum besser sein können.
Inga Stumpf
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