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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Scorn - Greetings From Birmingham |
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Drum'n'Bass der besonderen Art legt Scorn, aka Mick Harris, mit seinem mittlerweile 17. Album "Greeetings From Birmingham" vor - und das in einer beachtlichen Zeitspanne. 1991 gründetete das Ex-Mitglied von Napalm Death, Painkiller, Quoit und Lull das Projekt und arbeitet seitdem fieberhaft an einer neuen Linie in der Szene.
Unter dem rasanten Tempo der Veröffentlichungen hat die Qualität der Alben aber keineswegs zu leiden. Vielmehr spürt man eine stetige Leistungssteigerung. Scorn, das ist rhythmischer, hypnotischer Drum'n'Bass, der hervorragend in einen düsteren und verrauchten Club passt. Soundspielereien machen die Scheibe zu einem interessanten Hörerlebnis mit nostalgischem Esprit: Nicht nur in dem Track "Told You Can Tell" klingt es so, als hätte sich Harris bei einem alten C64-Racing-Game bedient und dessen anarchische Motorengeräusche für einen netten Hintergrund gesampelt. Bei Part Two desselben Songs hingegen wird's still, ganz still, und erst mit Beginn der nächsten Nummer wird man von dem Schrecken erlöst, der CD-Player könnte schlapp gemacht haben.
Alles in allem zeigt Scorn wieder einmal, dass er sich auf einem bisher unberührten musikalischen Territorium bewegt und sehr wohl weiß, wie man D'n'B mit einem Schuss HipHop und TripHop verfeinern kann. Meisterhaft sphärische Klänge, abseits jeden Mainstreams resultieren aus seiner Experimentierfreude, die jedoch teilweise ein wenig Toleranz seitens der Hörer erfordern.
Inga Stumpf
> Alle Beiträge von Inga Stumpf
Weitere CDs von Scorn:
> Plan B > Zander
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