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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Schroeder Roadshow - Rock'n'Roll Chansons Vom Hinterhof Der Träume |
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Dem Vernehmen nach existiert die Schroeder Roadshow schon über ein Vierteljahrhundert - trotzdem habe ich noch nie von ihr gehört. Liegt vielleicht daran, dass es sich nicht um eine Band im klassischen Sinne handelt, sondern eher um Polit-Kabarett oder meinetwegen auch Anarcho-Rock. Wobei sich diese Schublade vor allem auf die (deutschen) Texte bezieht: die sind gesellschaftskritisch bis politisch, mal zum Schmunzeln ("Arschloch", "Lüneburger Rodeo"), mal zum Verzweifeln ("Masken Der Macht", "Die Saison Ist Vorbei").
Damit dürfte aber auch klar sein, dass das angegraute Quintett keine Musik zum "nebenbei hören" abliefert, sondern fordert, nämlich Aufmerksamkeit und Interesse an gesellschaftlichen Missständen. Musikalisch hingegen bietet "Rock'n'Roll Chansons Vom Hinterhof Der Träume" ein lockeres, buntes Potpourri aus Rock, Pop mit Ausflügen in Country und Flamenco. Die elf neuen Songs plus drei Neueinspielungen alter Stücke klingen zuweilen wie Reinhard Mey auf dem Rebellen-Trip, zahme Verpackung, bissiger Inhalt.
Fazit: Für "klassische" Musik-Fans eher eingeschränkt zu empfehlen, Kabarett-Gänger und Hobby-Protestler könnten an den rund 60 Minuten von "Chansons Vom Hinterhof Der Träume" hingegen Gefallen finden.
Joachim Brysch
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