 |


|
Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
|
| Berlin |
 |
  37.9% |
 |
| eine andere |
 |
  20.7% |
 |
| Hamburg |
 |
  17.2% |
 |
| Köln |
 |
  17.2% |
 |
| München |
 |
  6.9% |
 |
|
|
|
|
|
 |
| |
 |
CD-Review ::: SDP - Räuberpistolen |
 |
Zwei Berliner Jungs, so um die 20, schüren auf ihrem Album "Räuberpistolen" zunächst die pure Ratlosigkeit. Die beiden, Dag-Alexis und Vincent alias SDP oder Stondeafproduction, machen schon seit ihrem 14. Lebensjahr zusammen Musik und haben einen relativ weiten Stilhorizont, deren Basis des Albums allerdings der HipHop ist. Die pure Anarchie, mit der SDP ihr Liedgut zusammen schustern, erinnert sehr an die Leichtigkeit und Merkwürdigkeit des Humors in THC-unterstütztem Zustand.
Dass die Berliner mit der z.Zt. sehr aktiven Aggro-Szene wenig am Hut haben, liegt da auf der Hand. Ganz im Gegenteil. Mit "HipHop ist scheiße" machen sie einen verbalen Rundumschlag in Richtung eiskalter und stahlgehärteter Rapper. Der gemeine "Bananensaft" scheint in SDPs Erfahrungsschatz der ideale Kraftspender und das unschlagbare Aphrodisiakum zu sein. "Kein Partyhit" ist ein Stampfer, der keiner sein darf und mit "Citydancer" haben SDP sogar einen Song mit Chart-Potenzial am Start.
SDP haben im Moment noch einen gewaltigen Vorteil – die Musik und Texte für "Räuberpistolen" haben sie im Alter von 17/18 Jahren geschrieben und man kann ihnen nicht wirklich böse sein, wenn man Lieder wie "Angriff" oder "Zappeln" hört – wobei sich letzteres schon hart an der Unerträglichkeitsgrenze bewegt. Für Altersgenossen der beiden ist der Erstling von SDP sicher ein lustiges Album, für alle anderen wohl eher eine Addition der Stirnfalten.
Michael Hinz
> Alle Beiträge von Michael Hinz
 |
SDP bei ebay |
 |
|
|
|
 |





|
 |