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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: The Rolling Stones - Bridges To Babylon |
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Zwei Dinosaurier melden sich zurück. Bob Dylan mit seinem 41. Album und die Rolling Stones mit ihrem 23. Studioalbum und 37. Album insgesamt. Wirklich Innovatives bringen naturgemäß beide nicht mehr zustande, Punktsieger im direkten Duell ist Bob Dylan mit "Time Out Of Mind", weil er seine selbst gestellten Ansprüche erfüllt und nicht auf unbedingtes Hip-Sein schielt. Denn dieses Ziel haben die Stones trotz Zuhilfenahme der Dust-Brothers als Co-Producer (nur zu hören bei "Might As Well Get Juiced") um Meilen verfehlt.
Mit "Bridges To Babylon" ist ein pures Rolling Stones-Fan-Album herausgekommen, daß darüberhinaus aber kaum jemanden kümmern wird. Das Bob Dylan und die Stones in der Vergangenheit großartige Songs geschrieben haben, ist absolut unzweifelhaft. Nur klangen Dylans Songs immer besser, wenn andere sie stimmlich interpretierten. Nicht anders ergeht es "Time Out Of Mind". Songwriterisch ist er noch auf der Höhe, der Opener "Love Sick" und "Dirt Road Blues" sind potentielle Kandidaten für gelungene Cover-Versionen. Und zeitgemäß ist er eher ungewollt, Lo-Fi-Sounds, Country- und Blues-Rock, alle Spielarten beherrscht er seit drei Jahrzehnten. Aber das polypenbehaftete Näseln zwingt unwiderstehlich dazu, nach fünf Songs die Stop-Taste zu drücken und eine mehrstündige Pause einzulegen.
Wahre Bob Dylan-Fans werden das Album nicht unbedingt zu Unrecht als einen weiteren Meilenstein ihres Idols abzufeiern wissen, für alle Nicht-Stones- und Dylan-Fetischisten gilt: Ignorieren ist besser als leiden.
Ralph Buchbender
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